Herbst und Winter sind die Jahreszeiten, in denen ich zum Traditionalisten mutiere. Ganz bestimme Gerichte müssen dann einfach auf den Tisch kommen. Grünkohl zum Beispiel. Oder Wirsingeintopf. Oder eben auch Muscheln, je nach Vorliebe auf italienische oder rheinische Art.
Neulich war des denn auch wieder so weit. Mein Skipper hatte wie immer die Aufgabe des Putzens und Zubereiten der Muscheln übernommen. Ich brauchte mich nur noch an den gedeckten Tisch zu setzen. Und es mir schmecken lassen.
Genüßlich verzehrte ich eines dieser Meerestierchen nach dem anderen. Plötzlich fiel mein Blick auf die Muschel, die gerade in meinem Mund verschwinden sollte. Etwas rosa gefärbtes, kleines, rundes befand sich am Muschelfleisch.
Wenn ich meinen letzten Eintrag lese, kann ich nur sagen: es hat sich nicht viel geändert auf dem Schiff. Nur halbherzig bin ich an ja Bord geblieben. Immer in der Hoffnung, der Kahn könnte zu meinen zu Hause werde.
Aber kaum dass wir uns in einigermaßen ruhigen Gewässern befanden und im September eine für unsere Verhältnisse erfolgreiche Kaperfahrt abschlossen hatten, ging der Trouble an Bord wieder los.
Nach heftigem Sturm, der das Schiff schwer angeschlagen hat, heute ruhige See und eine ebensolche Mannschaft. Erstaunlich, nach dem schweren Wetter. Nicht einmal ein Vogelgezwitscher dringt an unser Ohr. Es scheint, als hätte es allen die Sprache verschlagen.
Nur am fernen Horizont ertönt noch das eine oder andere Grollen, und lässt darauf schliessen, dass die Schwerwetterfront sich noch nicht gänzlich verzogen hat und jederzeit wieder Kurs auf das Schiff nehmen kann. Allerdings scheinen mir der Kapitän und seine Offiziere, milde ausgedrückt, an dem Dilemma, in das der Kahn geraten ist, nicht ganz unschuldig gewesen und etwas überfordert mit der Situation gewesen zu sein.
Ich engagiere mich ja seit einiger Zeit für Lebensmittelfotos.com. Heute möchte ich auch hier einmal ein schmackhaftes Gericht vorstellen, das wirklich leicht zuzubereiten ist.
Meisenknödel an Zuckerschoten.
Wahlweise kann auch Rosenkohl dazu serviert werden.
Dieses Gericht hat nicht mehr als 250 Kalorien und zergeht, wenn es richtig gegart wurde, auf der Zunge.
Tusch und Applaus für The Fellow Passenger. Bei diesem merkwürdigen Gegenstand handelt es sich in der Tat um einen Eiertrenner, dessen Funktionsweise im Kommentar, Gottseigelobtgepriesenundgepfiffen, so gut beschrieben wurde, dass ich jetzt auch endlich mal weiss, wie das Ding funktionieren soll. Bislang ist es mir allerdings noch nicht geglückt, dass auch den Eiern klar zu machen.
Hin und wieder neige ich ja , obwohl sonst ein Konsummuffel, zum Kauf merkwürdiger Dinge. So darf ich schon einen Nasenhaarschneider mit Beleuchtung und eine Nasedusche mein Eigen nennen. Es dauert zwar immer eine Zeit, bis ich, obwohl sonst technisch nicht unbegabt, deren Handhabung mächtig bin. Mittlerweile trage ich wenigstens keine schweren Verletzungen mehr beim Nasenhaarschneiden davon und auch das Wasser der Nasendusche verlässt, mehr oder weniger bereitwillig, wieder meinen Kopf.
Ich habe schon vor einiger Zeit meine Befürchtungen geäußert, dass Terroristen zu den abartigsten Mitteln greifen, um dem Westen Schaden zuzufügen. Damals hatte ich mir allerdings noch nicht vorstellen können, wie weit sie dabei gehen würden. Seit heute ist alles anders.
Schall und Rauch berichtet über den neuesten perfiden Anschlag von Al-Kaida. Mit eindringlichen Worten wird uns vor Augen geführt, dass die Gefahr wirklich überall, und ich betone nochmals, überall lauert.
Wer kennt nicht die Redensart: jemandem ein Ei ins Nest legen. Mir hat der Batz nicht nur ein Ei ins Nest gelegt, sondern gleich einen Riesenpinguin dazu.
Ursprünglich ausgebrütet wurde er vom Kiwispotter, der sich, wie einst Dr. Frankenstein, zu einem Experiment hinreißen ließ. Er glaubte der Werbung, die ihm versprach, aus diesem hässlichen kleinen Pingu einen hässlichen großen Pingu zu machen, wenn er ihn nur oft genug ins Wasser stellt. Um bis zu 600 % sollte er wachsen. Das Experiment gelang nicht nur, sondern das Wachstumssoll wurde sogar übererfüllt, was zu großen Problemen führte, weil sich Schurken aus Militär und Wirtschaft, was so ziemlich die selbe Wichse ist, plötzlich für Pingu interessierten. Sie schreckten nicht vor den übelsten Mitteln zurück, um seiner Herr zu werden, und nur durch einen Wink des Himmels konnte Pingu seiner Gefangennahme entrinnen. Und landete im Ozean.
Es ist doch immer wieder eine Freude, nach kurzer oder längerer Abwesenheit nach Hause zurückzukehren und in die vertraute Umgebung zu kommen. Man wird vom Skipper vom Bahnhof abgeholt, erhält einen Strauß Blumen, einen dicken Kuss und ein: “Schön, dass du wieder da bist.”
Allerdings gibt es Dinge in unserem Haushalt, auf die der erste Satz nicht zutrifft. Ich habe ja schon immer vermutet, dass bestimmte Gegenstände ein Eigenleben führen. Kugelschreiber und Brillen zum Beispiel, die die Angewohnheit haben, plötzlich spurlos zu verschwinden, um entweder gar nicht mehr oder dann plötzlich scheinheilig wieder aufzutauchen, so als wären sie nie weg gewesen. Und das, obwohl man sie überall, und ich betone, wirklich überall gesucht hat. Einschließlich Mülleimer. Das der alte Drucker mit mir machte, was er wollte, und nur arbeitete, wenn er willens war, habe ich an anderer Stelle bereits erwähnt.