3
Juli
2006
Der Dwarsloeper auf der Suche nach dem Internet. Hilflos irrt er in Schweden umher, mit irrem Blick und zittrigen Haenden.
Sind auf dem Sprung nach Suednorwegen. Augenblicklich noch in Stroemstadt. Stehe hier im Turistbuero, die Zeit ist knapp.
Es gaebe viel zu berichten. Hoffe, irgendwo in naechster Zeit laenger ins Net zu kommen. Dann gibt es mehr Information.See you later, alligator.
Moin Moin
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24
Juni
2006
Sind heute in Skagen angekommen. Haben gestern noch in Sæby St. Hans miterlebt, das daenische Mittsommernacht, das so voellig anders ist als das schwedische.
Den ganzen Tag uber gab es Veranstaltung am Hafen. Hauptsaechlich bestanden diese aus Schuelergruppen, die Musik machten. Die einen mehr,



die anderen weniger gut. Aber gerade darin lag der besondere Reiz.


Schon bewundernswert, wie Knirpse von kaum 8 Jahren die Tuba zum Jazzstueck spielten, ein Instrument hielten, hinter dem sie kaum zu sehen waren.


Beim Entenrennen
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20
Juni
2006
Altes lateinisches Sprichwort: es gibt nichts Schlechtes ohne etwas Gutes. Ausgenommen Onkel Jorsche.
Wir sind in Saeby, einer kleinen hyggeligen Stadt mit einem ebensolchen Hafen kurz vor Skagen. Richtig gemütlich. Kleine gelbe und rote Häuser, mit Rosenstöcken davor, schmale Strassen und Gassen, freundliche Menschen. Keine Hektik. Es scheint eine Bilderbuchwelt zu sein.


Ein schmaler Strand voller Algen, Muscheln und Tang. Herrlich, um ausgedehnte Spaziergänge am Wasser zu machen. Keine Bikinibodys ansehen. Nur Möwen, Seeschwalben und…..Meer. Beim Betreten des Strandes knirschen die Muscheln unter meinen Füssen. Ein Geräusch, als ginge ich über Schnee. Ich versuche, ganz sanft aufzutreten um nicht zuviele Schalen zu zertreten. Es gelingt mir natürlich nicht.
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17
Juni
2006
Wir haben in der Zwischenyzeit einige Inseln hier angelaufen. Jetzt sind wir auf Juetland. In Bønnerup. Kleiner idyllischer Hafen. Die Eingeboren hier sind sehr nett und freundlich. Allerdings ist uns aufgefallen, dass sie keinen Wert auf unsere mitgebrachten Silberlinge legen, sondern lieber ihre kleinen, merkwuerdigen Rundstuecke, die z.T. Loecher in der Mitte aufweisen, haben wollen als Zahlungsmittel. Von Glasperlen wollen sie ueberhaupt nichts wissen.
Landschaftlich ist die daenische Inselwelt sehr reizvoll. Auch Rasmus hat uns bisher gut behandelt. Der Wind lasst hin und wieder zu wuenschen uebrig. Aber wir wollen nicht meckern. Der proviant reicht gottseidank noch eine Weile. Aber auch hier gibt es ja in manchen Orten Aldi.
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10
Juni
2006
*grins* Die Bloggeritis hat wieder zugeschlagen. Sind bereits zwei Tage gesegelt bei traumhaft schoenen Wetter. Heute in Bagenkop, auf Lolland, Daenemark, eingelaufen. Hier gibt es kostenloses Internet. Ich liebe Bagenkop.
Stimmung an Bord ist gut. Keine groessere Meuterei. Nur ueber die Auswahl der Segel gibt es hin und wieder Differenzen. Spisegeln ist nicht unbeding das, wovon ich traueme. Aber der Skipper hat das letzte Wort. *grmpf*
Ok. Soweit so gut. Was habe ich aus Deutschland gehoert? Drafi Deutscher ist tot. Bush lebt immer noch. Merkel merkelt vor sich hin und macht bald Sommerpause. Tut sie das nicht schon laenger? Lassen wir das jetzt.
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7
Mai
2006
Bei unser Fahrt mit dem Schiff auf der Donau und dem Besuch von Dürnstein, Budapest, Bratislava und Wien legten wir am vorletzten Tag in Melk an. Melk hat ein berühmtes Kloster im barocken Stil. Ich hasse Barock, vor allem in Kirchen. Beim Anblick des Prunks und der Pracht macht sich Übelkeit bei mir breit. Meine Vorstellung von Kirche und Glaube ist eine andere. Beim Betreten einer Kirche zu Ansichtszwecken stelle ich mir stets eine Frage: könnte ich hier, wäre ich denn gläubig, beten und meinen Gott finden? In den meisten Kirchen lautet die Antwort kurz und knapp: nein.
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2
Mai
2006
Gedankenverloren stehe ich in der Fußgängerzone in der Kärntner Straße in Wien. Betrachte die vorbeiflutenden Menschenmenge. Touristenschwärme, Damen mit erhobenem Regenschirm oder ähnlichen stockartigen Gebilden folgend.
Einheimische, lauthals telefonierend, gleichgültig ob es sich dabei um Privat- oder Geschäftsgespräche handelt, bummeln gemächlich vorbei. Hauptsache, alle können mithören. Und das in der typisch wienerischen Art: mit viel raunzen in der Stimme. "A göh, wos hod dör gesagt? So an Schmarrn." Ich liebe es zuzuhören. Nicht wegen der Inhalte, die vermittelt werden. Nein, es ist diese Sprache. Der Wiener Schmäh.
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30
April
2006
Seit langem war es mir klar. Irgendwann würden sie zuschlagen. Würden sich rächen. Für alles. Es war nicht eine Frage des ob, sondern des wann. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich jedoch nicht damit gerechnet. Es erwischte mich kalt. Eiskalt.
In einem Augenblick, in dem ich, müde von der Bahnfahrt, in diesem kleinen Ort dort unten in Bayern das Schiff betrat. Das Schiff, das uns nach Budapest bringen sollte. Es begann damit, dass sich merkwürdig gewandete Burschen, mit eigenartigen Gegenständen in den Händen, vor der Gangway aufbauten.
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2
April
2006
Hin und wieder gibt es auch erfreuliche Dinge zu berichten.
Im Februar letzten Jahres besuchten wir während einer Reise entlang der norwegischen Küste auch das Villmarkssenter in Trömso. Dieses Center bietet touristische Aktivitäten wie Gletscher- und Bergwandern, Seekajak im Sommer und Hundeschlittenfahrten im Winter.

Mit dem eingenommenen Geld wird nicht nur der Lebensunterhalt der Betreiber, Tove Sörensen und Tore Albrigtsen, sondern auch die Zucht und Haltung der Schlittenhunde finanziert.
Tove erzählte uns, dass sie und ihr Mann in diesem Jahr an dem härtesten Schlittenhunde-Rennen, dem Iditarod Trail Sled Dog Race, in Alaska teilnehmen werden. Als Neulinge. Das Rennen führt über 1872 Kilometer von Anchorage nach Nome.
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20
Oktober
2005
Zurück aus der Vergangenheit. 10 Tage im Osten der Republik verbracht. Nein, natürlich meine ich damit nicht, dass unsere Brüder und Schwestern in den "neuen Bundesländern" rückständig sind. Gott bewahre.
Habe mir im Übrigen vorgenommen, nicht mehr "neue Bundesländer" zu sagen. Sondern das jeweilige Land beim Namen zu nennen: Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen.
Als erstes die Wartburg besucht.

Schwer beeindruckt in der Zelle gestanden, in der Martin Luther als Junker Jörg eingesessen hat.

Nach einer Fahrt durch die herrliche Landschaft des Thüringer Waldes bei strahlender Herbstsonne in Erfurt angekommen. Dort zwei Tage verbracht. Kleine, einfache und preiswerte Pension, Straßenbahnhaltestelle direkt vor der Tür. Das Auto konnte stehen bleiben.
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