Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

13, 7, 2006
von dauni
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Nachrichten von See 8

Wider erwarten befinde ich mich im Internet. Mit eigenem Notebook. Wunder, oh wunder. 

Sind seit gestern in Risör. Hatten eine nicht wirklich gute Überfahrt von Arendal hier her. Seewetterdienst hatte Windstärke 5-6 Bft. angesagt. Allerdings spürten wir im sicheren Fjord von Arendal nicht viel davon und beschlossen, uns auf den Weg zu machen. Frei nach dem Motto: die Worte hört ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

Zunächst verlief die Fahrt auch sehr friedlich, im Gegenteil, es schien, wir hätten die falsche Besegelung gewählt. Zu wenig Segel. Doch dann wurden wir eines besseren  belehrt.

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10, 7, 2006
von dauni
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Nachrichten von See 7

Wir sind in Arendal. Immer noch Suednorwegen. Ab morgen geht es auf die Rueckreise. Wegen anhaltender Westwindes drehen wir diesem den Ruecken und segeln Richtung Schweden.

Allerdings ganz langsam. Es gibt noch soviel zu sehen. Viele kleine Orte liegen auf unserem Weg. Und Fjorde, die hier voellig anders sind, als man sich allgemein norwegische Fjorde vorstellt.

Keine kahlen hohen Felsen, sondern gruene Huegel. Ausfuehrliche Berichte spaeter, da mir die Zeit mal wieder im Nacken sitzt. Eine halbe Stunde in der Bibliothek im Internet ist nichts, wenn man auch noch sein Postfach ordnen muss.

Darum mal wieder

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5, 7, 2006
von dauni
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Nachrichten von See 6

Haben den Sprung ueber das Skagerak nach Suedworwegen gemacht. Bei gutem Wetter und dem Wind aus der richtigen Richtung. Diese Kueste ist dafuer bekannt nicht ganz ungefaehrlich zu sein bei schlechter Wetterlage. Hier trifft die Welle aus der Tiefe auf einen flachen Kuestenstreifen.Und so war mir doch ein bisschen mulmig, als es begann sich zu beziehen, und sich um die Sonne ein Halo bildete. Ein Sonnenring, der meist eine Wetterverschlechterung mit sich bringt.

Aber es blieb gut. Und mir plumpste ein Stein vom Herzen.

In Schweden hatten wir Marstrand, Lysekiel , Fjaelbacka und Stroemstadt angelaufen. Dort allerdings immer nur zum uebernachten. Kleine, huebsche Orte, jedoch ziemlich ueberlaufen von Touristen.

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3, 7, 2006
von dauni
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Nachrichten von See 5

Der Dwarsloeper auf der Suche nach dem Internet. Hilflos irrt er in Schweden umher,  mit irrem Blick und zittrigen Haenden.

Sind auf dem Sprung nach  Suednorwegen. Augenblicklich noch in Stroemstadt. Stehe hier im Turistbuero, die Zeit ist knapp. 

Es gaebe viel zu berichten. Hoffe, irgendwo in naechster Zeit laenger ins Net zu kommen. Dann gibt es mehr Information.See you later, alligator.

Moin Moin

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24, 6, 2006
von dauni
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Nachrichten von See 4

Sind heute in Skagen angekommen. Haben gestern noch in Sæby St. Hans miterlebt, das daenische Mittsommernacht, das so voellig anders ist als das schwedische.

Den ganzen Tag uber gab es Veranstaltung am Hafen. Hauptsaechlich bestanden diese aus Schuelergruppen, die Musik machten. Die einen mehr,

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die anderen weniger gut. Aber gerade darin lag der besondere Reiz.

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 Schon bewundernswert, wie Knirpse von kaum 8 Jahren die Tuba zum Jazzstueck spielten, ein Instrument hielten, hinter dem sie kaum zu sehen waren.

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Beim Entenrennen

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20, 6, 2006
von dauni
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Nachrichten von See 3

Altes lateinisches Sprichwort: es gibt nichts Schlechtes ohne etwas Gutes. Ausgenommen Onkel Jorsche.

Wir sind in , einer kleinen hyggeligen Stadt mit einem ebensolchen Hafen kurz vor Skagen. Richtig gemütlich. Kleine gelbe und rote Häuser, mit Rosenstöcken davor,  schmale Strassen und Gassen, freundliche Menschen. Keine Hektik. Es scheint eine Bilderbuchwelt zu sein.

Saeby1

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 Ein schmaler Strand voller Algen, Muscheln und Tang. Herrlich, um ausgedehnte Spaziergänge am Wasser zu machen. Keine Bikinibodys ansehen. Nur Möwen, Seeschwalben und…..Meer. Beim Betreten des Strandes knirschen  die Muscheln unter meinen Füssen. Ein Geräusch, als ginge ich über Schnee. Ich versuche, ganz sanft aufzutreten um nicht zuviele Schalen zu zertreten. Es gelingt mir natürlich nicht.

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17, 6, 2006
von dauni
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Nachrichten von See 2

Wir haben in der Zwischenyzeit einige Inseln hier angelaufen. Jetzt sind wir auf Juetland. In Bønnerup. Kleiner idyllischer Hafen. Die Eingeboren hier sind  sehr nett und freundlich. Allerdings ist uns aufgefallen, dass sie keinen Wert auf unsere mitgebrachten Silberlinge legen, sondern lieber ihre kleinen, merkwuerdigen Rundstuecke, die z.T. Loecher in der Mitte aufweisen, haben wollen als Zahlungsmittel. Von Glasperlen wollen sie ueberhaupt nichts wissen.

Landschaftlich ist die daenische Inselwelt sehr reizvoll. Auch Rasmus hat uns bisher gut behandelt. Der Wind lasst hin und wieder zu wuenschen uebrig. Aber wir wollen nicht meckern. Der proviant reicht gottseidank noch eine Weile. Aber auch hier gibt es ja in manchen Orten Aldi. :-)

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10, 6, 2006
von dauni
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Nachricht von See

*grins* Die Bloggeritis hat  wieder zugeschlagen. Sind bereits zwei Tage gesegelt bei traumhaft schoenen Wetter. Heute in Bagenkop, auf Lolland, Daenemark, eingelaufen. Hier gibt es kostenloses Internet. Ich liebe Bagenkop. :-)

Stimmung an Bord ist gut. Keine groessere Meuterei. Nur ueber die Auswahl der Segel gibt es hin und wieder Differenzen. Spisegeln ist nicht unbeding das, wovon ich traueme. Aber der Skipper hat das letzte Wort. *grmpf*

Ok. Soweit so gut. Was habe ich aus Deutschland gehoert? Drafi Deutscher ist tot. Bush lebt immer noch. Merkel merkelt vor sich hin und macht bald Sommerpause. Tut sie das nicht schon laenger? Lassen wir das jetzt.

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7, 5, 2006
von dauni
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Wenn du einen Schneck behauchst

Bei unser Fahrt mit dem Schiff auf der Donau und dem Besuch von Dürnstein, Budapest, Bratislava und Wien legten wir am vorletzten Tag in Melk an. Melk hat ein berühmtes Kloster im barocken Stil. Ich hasse Barock, vor allem in Kirchen. Beim Anblick des Prunks und der Pracht macht sich Übelkeit bei mir breit. Meine Vorstellung von Kirche und Glaube ist eine andere. Beim Betreten einer Kirche zu Ansichtszwecken stelle ich mir stets eine Frage: könnte ich hier, wäre ich denn gläubig, beten und meinen Gott finden? In den meisten Kirchen lautet die Antwort kurz und knapp: nein.

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2, 5, 2006
von dauni
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Beobachtungen

Gedankenverloren stehe ich in der Fußgängerzone in der Kärntner Straße in Wien. Betrachte die vorbeiflutenden Menschenmenge. Touristenschwärme, Damen mit erhobenem Regenschirm oder ähnlichen stockartigen Gebilden folgend.

Einheimische, lauthals telefonierend, gleichgültig ob es sich dabei um Privat- oder Geschäftsgespräche handelt, bummeln gemächlich vorbei. Hauptsache, alle können mithören. Und das in der typisch wienerischen Art: mit viel raunzen in der Stimme. "A göh, wos hod dör gesagt? So an Schmarrn." Ich liebe es zuzuhören. Nicht wegen der Inhalte, die vermittelt werden. Nein, es ist diese Sprache. Der Wiener Schmäh.

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