Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

20, 8, 2007
von dauni
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Stralsund, die Zweite

Auf dem Weg Richtung Heimathafen wieder in Stralsund angelandet. Die letzten 8 Tage davor in Gager auf Rügen verbracht wegen verstauchtem Flunken und Treffen mit Freunden. Mittlerweile hat der Flunken, nachdem er sämtliche Farben des Regenbogens aufwies,  wieder seine Originalfarbe angenommen und ist begehbar.

Hatten eigentlich vor, die Störtebeker Feststpiele in Ralswiek zu besuchen. Aber seit heute ist wieder ausgesprochenes Mistwetter und für die nächsten Tage sind die Aussichten auch nicht besser.Da es sich um eine Aufführung auf der Freilichtbühne handelt, haben wir die Aktion geknickt. Ausserdem soll es ab Donnerstag Ostwind geben ohne Gewitter und Starkwind, den wir ausnutzen wollen, um die 50 sm nach Warnemüne zu kommen. Von dem was auf die Mütze kriegen habe ich inzwischen die Nase gestrichen voll.

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4, 8, 2007
von dauni
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Zinnowitz

Wieder mal on. Und wieder ein Schnäppchen-Internetcafe. Sind gestern hier in den Hafen eingekachelt. Entgegen der Wettervorhersage hat es kräftig geblasen. 5-6, in Böen 7. Der Dwarslöper war  not amuset.

Nu’ bleiben wir erst einmal die nächsten Tage hier. Morgen Radtour entlang der Küste nach Heringsdorf oder Ahlbeck. Die Bädertour. Mehr davon später.

Tipp für den Stockfisch:  Zinnowitz ansteuern, falls nicht ohnehin schon geplant. Kleiner, hyggeliger Hafen mit viel Natur ringsherum. Stadt 2 km entfernt. Die üblichen Discounter für die Verpflegungs liegen auf dem Weg dorthin.

Greifswald war der ideale Hafen für schlechte Tage. Zum Ort nur 10 Minuten zur Fuss. Hübsches Städtchen. Auch darüber später mehr.

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24, 7, 2007
von dauni
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Standortbericht

Mittlerweile sind wir auf unserem Törn in Stralsund gelandet. Die dritte größere Stadt nach Wismar und Warnemünde/Rostock.  Zu Wismar habe ich eine ganz besondere Beziehung, da hier vor einigen  Jahren mein Skipper auf einem Urlaubstörn im Krankenhaus lag. Für 14 Tage nach einem Schlaganfall. Es hatte ihn am ersten Urlaubstag kalt erwischt. Zum Glück lagen wir im Hafen, als es passierte, sodaß schnell Hilfe erfolgen konnte.

Und zum Glück ist wieder alles ok. In dieser Zeit habe ich Wismar gründlich kennengelernt, jeder Pflasterstein ist mir vertraut.

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10, 7, 2007
von dauni
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Beim Wetter nichts Neues

Angesicht der momentanen Wetterlage werde ich melancholisch. In mir erwachen Erinnerungen an den Sommer 2004. Wir waren mit dem Boot unterwegs in Dänemark und hatten eigentlich vorgehabt, rund Seeland und Fünen zu . Dabei liegt die Betonung auf: hatten.

Die Wetterlage war ähnlich wie im Augenblick. Regen, Gewitter, viel Wind . Und für die Jahreszeit zu kühl. Wobei das noch geschmeichelt ist. Es war saukalt, und unser Heizlüfter lief sich einen Wolf. Dass er seinen Geist erst aufgab, als wir schon wieder in heimischen Gefilden waren, rechne ich ihm heute noch hoch an.

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30, 6, 2007
von dauni
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Wo schwimmen sie denn nur hin?

Kleine Gelbe Plastikenten, die sich fröhlich pfeifend seit 15 Jahren auf den Weltmeeren herum treiben hat SpOn gesichtet. Ein Frachter hatte die Container mit diesen und anderen süßen Plastiktieren verloren, worauf die kleinen Viecher die erst beste Gelegenheit ergriffen, sich auf und davon zu machen. Mittlerweile ist für ihre Ergreifung eine Belohnung ausgesetzt worden. (via Batz)

Weniger lustig war es, als vor ca. 4 Wochen ein Holz-Frachter und ein Fahrgastschiff in der Kadett-Rinne in der Ostsee im Nebel zusammen stießen, wobei der Frachter einen Teil seiner Fracht, nämlich Baumstämme, verlor, die nun herrenlos in den Gewässern vor der deutschen und dänischen Küste und weiß der Geier noch umher vagabundieren. Bis jetzt wurden bereits 4000 Stück nicht nur gesichtet, sonder auch geborgen. Wie viele noch unterwegs sind, weiß niemand.

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27, 6, 2007
von dauni
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Seltene Tiere

In Bagenkop lief uns diese seltene Schildkrötenart über den Weg. Das Tierchen ist äußerst scheu und versteckt seine Beinchen merkwürdigerweise bei Gefahr gerne in seinem Schuppenpanzer. Dann ist nur noch das kleine Köpfchen und das gleichartig geformte Hinterteil zu sehen.

Diese kleine Geschöpfe werden bis zu 15 cm lang. Ihr Panzer ist nicht sehr hart, und bietet daher nicht sehr viel Schutz. Seit Jahrhunderten werden Schildkröten, die zu der Art der “Pölser” gehören, vom Menschen gern als Nahrungsmittel zu sich genommen.

Freilaufender Pölser

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27, 6, 2007
von dauni
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Vom Winde verweht

Das war ja wohl nichts mit St. Hans in Dänemark. Fluchtartig haben wir am Samstag letzter Woche angesichts der vorhergesagten Wetterlage das schöne Nysted verlassen. Schade, denn dieses alte Städtchen auf Loland liegt sehr idyllisch in der Nähe des Schloss Aalholm in einer waldreichen Gegend.

In ganz besonderes Highlight dort ist das Automobilmuseum, das wir bereits 1994 besuchten. Obwohl ein eingefleischter Automuffel, der nur wenig Spaß am Fahren hat, kann ich mich für das eine und andere alte Gefährt begeistern. Einfach nur berühren reicht schon. Das tolle Design des Mercedes Benz 500 K Roadster, Baujahr 1936, lässt mein Herz etwas höher schlagen. Seufz, auch ich habe meine Schwächen.

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22, 6, 2007
von dauni
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Kurzes Hallo

aus Nysted auf Lolland. In drei bis vier Tagen sind wir wieder in Tyskland.  Morgen ist St. Hans, das daenische Mitsommer, das wir im letzten Jahr in Saeby erlebten.

Mal gespannt, was uns hier erwartet.

Ein schoenes Wochenende und hey hey.

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16, 6, 2007
von dauni
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Immer noch Bagenkop

Seit gestern unaufhoerlich nur Nasses von oben. Nach Absingen saemtlicher mir bekannten Regenlieder habe ich mich jetzt nach draussen gewagt, um Kontakt mit der Aussenwelt herzustellen.

Und was sehe ich auf meiner Seite? Mein Wettermaennchen grinst mich, bekleidet mit  T-Shirt und Sonnenbrille, dreist an.  Ich werd’ nicht wieder. Hier kuscheln wir uns an den Heizluefter,  der auf Hochtouren laeuft.

Naja, immerhin hat es aufgehoert zu stuermen.

Habe gelesen, dass hier an der Suedspitze Langelands in frueheren Jahrzehnten ein strategisch wichtiger Stuetzpunkt der Nato war zur Abwehr der boesen Sowjets, falls  die Sunde und Belte haetten sperren wollen. Wahrend der Kuba-Krise war hier Aktion angesagt, weil die russischen Schiffe mit ihren Raketenteilen durch den grossen Belt mussten.

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14, 6, 2007
von dauni
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Hey hey aus Bagenkop

Sind vor zwei Stunden hier in Bagenkop an der Suedspitze von Langeland eingelaufen. Hatten einen tollen Toern, obwohl der Himmel staendig so aussah, als wollte er seine Schleusen oeffnen und uns was auf die Muetze geben.  Nordostwind, ca- 3 Bft.  Windstaerke.

Waren fast sechs Stunden unterwegs von Heiligenhafen.  Bagenkop ist ein ehemaliger Faehrhafen, der frueher potthaesslich war, jetzt aber, da der Faehrverkehr eingestellt wurde,umgebaut und somit neue Verdienstmoeglichkeiten als Sporthafen gefunden hat. Gut fuer die Menschen hier, die davon leben muessen. Es wird auch fleissig umgebaut, es entstehen viele neue Ferienhaeuser fuer Familie mit Kindern.

Soweit die neuesten Nachrichten vom Dwarsloeper in Kuerze.

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