Laut Koordinaten, die ich mir vom Bildschirm des Fernsehers notiert haben, muss es in diesem Seegebiet geschnackelt haben.
Wer Lust hat, sich einige Bilder anzusehen, kann das hier tun.
12, 5, 2008
von dauni
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Laut Koordinaten, die ich mir vom Bildschirm des Fernsehers notiert haben, muss es in diesem Seegebiet geschnackelt haben.
Wer Lust hat, sich einige Bilder anzusehen, kann das hier tun.
12, 5, 2008
von dauni
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Letzter Akt, letzte Szene im Abenteuer um das Kreuzfahrtschiff Mona Lisa.
Tag 6.
Bevor die Busse abfahren in Richtung Riga erhalten wir Besuch von Andrej, dem Kreuzfahrtdirektor, der inzwischen den Rückflug der Passagiere organisiert hat. Es wurde ein Jumbo gechartert, der die Leute in zwei Rutschen nach Deutschland zurückbringen soll. Einen Teil gleich morgens früh, was besonders witzig ist, da wir noch nicht einmal im Hotel sind. Die zweite Rutsche am Dienstag nachmittag. Ebenso wird den Leuten mitgeteilt, dass, entgegen früherer Versprechung, dafür zu sorgen, dass am Flughafen in Frankfurt Busse bereit stünden, die die Betroffenen in ihre jeweiligen Heimatorte zurück brächten, nun jeder selbst dafür sorgen muss, wie er nach Hause zurück käme. Spätestens jetzt verlässt auch noch die letzten unerschütterlichen Spaßvögel der Humor. Es wird leise, aber auch nur ganz leise, protestiert.
10, 5, 2008
von dauni
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Tag 5.
Seit vier Uhr nicht mehr geschlafen. Mich mit anderen Leidensgenossen an Deck aufgehalten, und “Bergungsarbeiten” beobachtet. Die Sonne geht auf, leuchtend rot, für mich kein gutes Zeichen. Wie war das mit den alten Wetterregeln und dem roten Sonnenaufgang? Mir wird noch mulmiger. Später zeigt sich ein Wolkenbild, dass darauf schließen lässt, das eine Wetterverschlechterung bevorsteht. Scheiße, denke ich. Verdammte Scheiße.
Inzwischen ist es 8 Uhr, ich habe mich an die Rezeption begeben und sitze dort auf der Sitzbank. Stiere vor mich. Gedanken purzeln hin und her. Plötzlich höre ich eine quäkige Stimme. Ich schaue auf. Die Reiseleiterin kommt vom Deck unter uns die Treppe hinauf, das Sprechfunkgerät am Ohr.Sie erhält eine Anweisung:
10, 5, 2008
von dauni
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Tag 3.
Wir haben Gdingen erreicht. Es steht ein Landausflug in Gruppen statt. Ohne uns, da wir
a) nicht gerne im Tross mitlatschen, ich hasse Damen mit hochgehobenen Regenschirmen, die vor einer Herde Touris laufen und ständig rufen: “Follow my Finger”.
b) wir Danzig von unserem Segeltörn 2003 kennen. Haben dort eine ganze Woche zugebracht und die Spuren meiner Familie noch einmal gesucht.
10, 5, 2008
von dauni
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Am 4.5.2008 lief unser Kreuzfahrtschiff Mona Lisa bei der Anfahrt auf Riga auf eine Sandbank. Die ganze Geschichte und unsere gesammelten Erfahrungen während der abrupt beendeten Fahrt in 4 Teilen:
Tag 1.
Einschiffung in am 1.5. 2008 in Kiel. Es ist unsere erste “Kreuzfahrt”, es soll über Danzig, Riga, Tallin nach St. Petersburg gehen und über Helsinki wieder zurück. Angesicht der “nur” 700 Menschen, die da im Terminal mit ihrem Hacken-Porsche drängeln, kommen mir die ersten Zweifel, ob es die richtige Entscheidung war, diese Reise in diesem Umfeld, mit diesen Mengen Mensch vorzunehmen. Wie vor der Kasse bei Aldi wird gedrängelt und geschubst, jeder will bei der Abfertigung durch die Sicherheitsbehörde, dem Zoll, der Erste sein.
6, 5, 2008
von dauni
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Das hat man nun davon. Schiss vorm fliegen, Seereise gebucht nach St. Petersburg und was passiert. Der Dampfer laeuft auf Schiet. Und ploetzlich findet man sich mitten in der Ostsee wieder, rechts ein Seezeichen in Form eines Leuchtturmes, und das Schiff steht. Ruehrt sich nicht vom Fleck.
Kurz ueberlegt, ob irgendein besonderer Feiertag ist. Tag des ruehend Seeverkehrs oder aehnliches. Zumm Ergebniss gekommen: nichts dergl. Das kann nur eins bedeuten: der Kapitaen des Kreuzfahrtschiffes hat den falschen Weg genommen. Nicht geht mehr.
2, 9, 2007
von dauni
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Es ist zum Mäuse melken. Hängen immer noch fest. Der Wind bläst weiterhin lustig mit 5-6 Bft., in Boen 8, aus West. also genau der Richtung, in die wir müssen. 33 sm zum Heimathafen sind normalerweise bei passender Windrichtung nichts dramatisches. Aber bei dem Versuch, das gewünsche Ziel durch Kreuzen zu erreichen, werden leicht auch 55 sm daraus. Macht selbst bei schwächeren Windstärken nur bedingt Spaß, im Moment ist garnicht daran zu denken.
28, 8, 2007
von dauni
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Das hat man nun davon, dass man seit Wochen auf der Baltic Sea herumirrt, getrieben von Wind und Wellen. Irgendwie habe ich das Gefühl, überhaupt nicht mehr nach Hause zu kommen. Angesichts der Wetterlage flüchten wir von Hafen zu Hafen, dazwischen immer wieder festliegen in selbigen, weil der Wind absolut zu stark aus der falschen Richtung bläst.
Wenn ich dann auch noch sehe, wer zur Zeit meinem Blog einen Besuch abstattet, treibt es mir die Tränen in die Augen.
| Username | |
|---|---|
| Knehldw | |
| Eeytbh | |
| Coxdra | 1 |
| Dprsfjj | 1 |
23, 8, 2007
von dauni
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Crewmitglieder, vorzugsweise weibliche, erhalten hier einen kleinen Einblick in die Bedeutung gewisser Redensarten, die an Bord üblich sind und vom Skipper ausgesprochen werden:
Du hast alle Zeit der Welt.
Dieser Satz wird meist vor Anlegemanövern fallengelassen und soll vermitteln, dass keine besondere Eile nötig ist.
Bedeutet in der Praxis: Jetzt aber hoppchen, hoppchen. Fender raus, Tampen über die hinteren Poller, nach vorne rennen, Leinen rüber werfen, falls da jemand steht, falls nicht, mit eben jenen in der Hand über den Bug hechten auf den Steg, ohne sich die Füsse zu verrenken, festmachen und möglichst das alles mit einem bezaubernden Lächeln auf den Lippen.
23, 8, 2007
von dauni
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Kommen unserem Heimathafen langsam, aber stetig näher. Sind seit gestern in Warnemünde. Hatten einen “Traumtörn” von Stralsund hierher. Von insgesamt 7 Stunden zwei im Nebel mit einer Windwarnung von 9 Bft. im Nacken, danach zwei Stunden Gewitter und Starkregen. Schleichfahrt unter Motor. Gewitter auf See ist schiete, noch mehr als an Land. Vor allem, wenn sich der lange Mast so als geeignetes Objekt für einen Blitzeinschlag präsentiert. Nur nicht daran denken.
Heute morgen hier im Hafen wieder pottendicker Nebel. Sicht unter 20 m. Vom eigentlichen Hafen für die Großschifffahrt hören wir das Tuten der Nebelhörner der dicken Pötte, die hier einfahren. Zu sehen sind sie nicht, eine gespenstische Atmosphäre.