Nein, was bin ich menschlich enttäuscht von K.T. Guttenberg, seines Zeichens adliger Plagiator. Bis zuletzt habe ich noch an das Gute in Guttenberg geglaubt, und nun das:
Der hat wirklich und ehrlich, wahrhaftig und in vollem Bewußtsein seiner geistigen Kräfte abgeschrieben. Das wird ihm jetzt schriftlich von der “Kommission zur Selbstkontrolle in der Wissenschaft” der Universität Bayreuth bestätigt.
Da nützte ihm auch sein Gegreine wie wie “Menno, ich war ja total überbelastet, Familie, Politik und so….” nichts, obwohl die Mitglieder der Kommission von seinem schweren Schicksal schon menschlich gerührt waren, wie sie verlautbaren ließen.
Dabei ist Guttenberg in Wahrheit doch nur eine feige Sau, die nicht eingesteht, belogen und betrogen zu haben. Ein armes, feiges Würstchen. Keine Eier, sich hinzustellen und festen Blickes, wie es sich für einen adligen Spross geziemt, zu sagen: “Ja, schuldig, euer Ehren.” Welch ein Wicht.
Ich vermutet mal, dass dieses Unrecht, das dem ehrenwerten K.T. widerfahren ist, noch in die Familienchronik deren von Guttenberg eingehen wird, wie ich die Bagage einschätze.
Seine Enkel und Urenkel werden dereinst, an lauschigen Winterabenden vor dem Kaminfeuer sitzen, einen tiefen Seufzer auf den Lippen zu dem Bildnis des wackeren Recken hinaufsehen und sagen: “Ja, so war das damals. Als unser Ahn’ gedemütigt wurde.”
Ihr Blick wird weiterwandern zu der Wand, an der, mit einem Trauerflor versehen, in einem güldenen Rahmen der Doktortitel des seligen K.T. hängt. Und eine große Traurigkeit wird durch die Räume wabbern….
Schnitt!
Eigentlich hat Guttenberg doch allen Grund, sich freuen. Jetzt gibt ein Schriftstück der Universität Bayreuth mit Stempel, Siegel und Unterschriften und allem Schnick und Schnack. Für herausragende Leistungen.
Da wird sein Pappi aber stolz auf ihn sein.
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11, 5, 2011 um 20:36 Uhr
Super! Danke für den, wenn auch kurzen, Blick ins adlige Wohnzimmer.
23, 5, 2011 um 14:55 Uhr
Hin und wieder ist es eben auch dem gemeinen Volk erlaubt, hinter die Kulissen zu schauen.