Der ehemals rote Dany, der, wie die HAZ gestern schrieb, “Protagonist der Studentenbewegung von 1968″ , will in drei Jahren der Politik entsagen und nicht mehr für das Europaparlament kandidieren.
Er möchte nicht Zitat HAZ
..dass die Politik mich krank macht. Alles habe seine Zeit. Auch Achtung sei zeitlich begrenzt, das sehe er selbst an seinen Idolen. Bob Dylan sei außergewöhnlich gewesen. Doch heute tourt er durch Vietnam und China, wo man ihm verbietet, “Blowin’ in the Wind” zu singen. Unter diesen Umständen lohnt es sich nicht mehr, Bob Dylan zu sein.
Hallo? Das sagt ausgerechnet jemand, der sich von einem roten Studentenbeweger in einen grün angestrichenen Europaparlamentarier und Kriegsbefürworter wandelte? Der seine eigene Partei dafür kritisiert, dass sie, nach meiner Meinung wohl eher aus wahltaktischen Gründen als aus Überzeugung, zunächst die Enthaltung der Bundesregierung zu Libyen begrüßt hat. Mittlerweile ist Dany mit seinen Parteifreunden aber wieder versöhnt, denn
Zitat Handelsblatt
Inzwischen besinnen sich die Grünen glücklicherweise wieder auf die außenpolitischen Positionen von Rot-Grün und Joschka Fischer.”
Und wie die aussehen, wissen wir alle. Zustimmung 1999 zum Kosovo-Krieg unter Verletzung des Völkerrechts und bedingungslose Solidarität gegenüber den USA und damit dem amerikanischen Präsidenten Georg W. Bush beim Angriff auf Afghanistan. Natürlich nur, um unser aller Freiheit am Hindukusch zu verteidigen und Demokratie und Menschenrechte auch in die finstersten Ecken dieser Welt zu bringen. Und das ist ja auch nach fast zehn Jahren Krieg in Afghanistan total gut gelungen. Nicht wahr?
Kommen wir zurück zu Dany und Bob Dylan. Es gibt einen alten Spruch: “Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.” Will sagen: wer seine eigenen Ideale verrät, egal ob er Cohn Bendit oder Joschka Fischer heißt, sollte nicht mit dem Finger auf andere zeigen. Soviel zur zeitlichen Begrenzung von Achtung. Für diese Leute ist meine schon lange abgelaufen.
Im übrigen bin ich fest davon überzeugt, dass Herr Cohn-Bendit nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik einen lukrativen Job bei irgendeinem großen Unternehmen antreten wird. Nicht nur sein Busenfreund Joschka wird ihm dazu wertvolle Tipps geben können. Und irgendwann trifft man sich dann in der Lobby des Bundestages oder des Europaparlamentes auf ein Gläschen Champagner, um auf ein gelungenes Gesetz anzustoßen.
Es gibt eben Leute, die ekeln sich vor nichts.
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17, 4, 2011 um 16:06 Uhr
Da kann mal sehen, wie hoch der Stellenwert des Europaparlamentes ist. Den Cohn-Bendit habe ich schon lange im Orkus der Wirtschaft vermutet
17, 4, 2011 um 16:27 Uhr
Vielleicht hat der schon Beraterverträge in Unternehmen. So ein kleiner Nebenverdienst kann ja nicht schaden. Mittlerweile wundert mich nichts mehr. Rudi Dutschke müsste doch angesichts solcher Leute eigentlich im Grab routieren.
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