Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

Doris Schröder-Köpf malocht bei Karstadt

Die Frau Gemahlsgattin unseres allseits beliebten Ex-Bundeskanzlers Gerhard Schröder hat es satt, immer nur Aushängeschild und Mutter zu sein.

Sie hat bei Karstadt einen Job angenommen und arbeitet aufgrund ihrer früheren Tätigkeit als Journalistin demnächst als Teilzeitkraft in der Zeitschriftenabteilung.

Wer mir nun entgegenhält, Karstadt habe überhaupt keine Zeitschriftenabteilungen mehr, dem entgegne ich keck: „Das stimmt ja auch gar nicht. Ich habe einen Gag gemacht. Oder besser: ich habe es versucht.“

Kein Gag ist allerdings, dass Frau Schröder-Kopf in Bälde im Aufsichtsrat von Karstadt sitzen wird. Wer sich jetzt fragt: „Nanu, wie kommt die denn dahin?“ dem kann die Frage mit einem Satz beantwortet werden. Ihr Ehemann und der Karstadt-Retter Nicolas Berggruen kennen sich. Mehr noch: Schröder ist mit im Beraterteam des „Nicolas Berggruen Institute“ . Da wird doch für die liebe Doris wohl noch ein kleiner Aufsichtsratsposten abfallen dürfen, oder?

Und damit keiner merkt, dass da vielleicht ein klitzekleins Klüngelchen im Gang ist, wird Frau Schröder-Kopf vom Vorsitzenden des Karstadt Aufsichtsrates ob ihrer Qualifikation als Ehefrau von Gerhardt Schröder in den allerhöchsten Tönen gelobt:

Zitat HAZ:

Doris Schröder-Kopf werde dem Unternehmen mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung zusätzliche wichtige Perspektiven geben.

Ah ja. Gut dass wir ein stückweit darüber gesprochen haben. Wissen und Erfahrung. So,so.

Naja, immerhin hat die gute Frau schon mal lustige Adventskalender für Hunde auf den Markt geworfen. Das wäre immerhin eine neue Perspektive für Karstadt, -. Wahlweise auch für Katzen und Zierfische. Das muss der Laden doch wieder in Schwung kommen.

Wer jetzt noch nicht davon überzeugt ist, dass Doris sich für den Job eignet, dem wird die Begründung noch einmal von Aufsichtsratvorsitzendennachgeliefert. „Der Eigentümer kennt sie eben. “ Basta.

Und weil eine Hand die andere wäscht, fungiert Doris in Wirklichkeit als Quotenfrau im Aufsichtsrat auf der Arbeitgeberseite, wie es sich für die Ehefrau eines SPD Politikers gehört.

Gute Beziehungen müssen gepflegt werden. Hat schon gesagt. Und der muss es ja wissen.

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4 Kommentare

  1. Connections heißt das Zauberwort – damit kommt man interessanterweise innerhalb von ach so demokratischen Parteien relativ weit. Da bildet die SPD leider keine Ausnahme.

    Zugegeben, je höher man in der Hierarchie steht, desto eher kennt man nunmal Leute – trotzdem ist es immer eine Frage der Moralität, ob man diese Bekanntschaften dann für den eigenen Vorteil aus- oder für die Allgemeinheit nutzen möchte.

  2. Nicht zu vergessen hat die „Blondeste Kanzlerstute aller Zeiten“ auch noch „Der Kanzler wohnt im Swimmingpool“ herausgegeben, welches hier hervorragend besprochen wurde:

    http://www.amazon.de...in-End/dp/3785713088

  3. @Kiri: Hast du schon einmal erlebt, dass Politiker, egal welcher Partei, ihre Connection für die Allgemeinheit nutzen? Ich nicht.

    @SvOlli: Danke für den Tipp. Also, nicht auf Doris Schröder Machwerk, sondern auf Nitschke 😉

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