Es ist wie immer in diesem Land. Die Sau, in diesem Fall bestehend aus dioxinverseuchtem Viehfutter, wird von Politikern und Medien solange durch’s Dorf getrieben, bis sich die nächste quoten- und wahlstimmenträchtige Schlagzeile bietet. Da diese aber noch nicht in Aussicht ist, wird das Thema bis auf Weiteres in aller Munde sein.
Solange kann sich auch Frau Aigner mit markigen Sprüchen als Retterin der Verbraucherinteressen gerieren. Schließlich stehen in diesem Jahr sieben Landtagswahlen an, die gewonnen werden wollen. Da läßt man schon gerne mal Nebelkerzen aufsteigen.
Die Verantwortlichen hätten “in völlig verantwortungsloser, skrupelloser Weise” gehandelt, sagte die CSU-Politikerin nach dem Treffen in Berlin. “Dieser Fall muss und er wird Konsequenzen haben.” Von der Futtermittelindustrie forderte sie “konkrete Vorschläge”, wie weitere Fälle verhindert werden können.
Zitat SpOn.
Ah ja. Konkrete Vorschläge. Von der Futtermittelindustrie. Dann fordere ich jetzt vom Papst sofort die Aufhebung des Zölibats.
Konkrete Vorschläge der Futtermittelindustrie. Die wird sich freuen. Schon wieder eine Lobbiystengruppe mehr, die dem Gesetzgeber in die Feder diktieren kann, wie die Gesetze und Auflagen auszusehen haben. Schließlich sieht sie sich bereits jetzt von strengerer Reglementierung bedroht, die es abzuwenden gilt. Der Bock wird zum Gärtner gemacht.
Der eigentliche Skandal aber ist ohnehin etwas ganz anderes. Es finden sich in den Schadstoffen, die dem Verbraucher auf welche Weise und in welcher Form auch immer untergejubelt werden, einfach noch zuviele Lebensmittel.
Darüber sollten wir uns nun wirklich einmal Gedanken machen, anstatt in eine Hysterie wegen so ein bißchen Dioxin in den Eiern und im Fleisch auszubrechen.
Es ist wahrhaft an der Zeit, schadstoffresistente Verbraucher zu züchten, die sich von dem Dreck klaglos ernähren , den die Futtermittelhersteller ( dazu gehört auch die Lebensmittelindustrie, denn schließlich sind auch Lebensmittel Futtermittel), produzieren und alles glauben, was ihnen seitens geschickter Werbung Tag für Tag über leckere und gesunde Produkte suggeriert wird.
Ach so? Solche Verbraucher haben wir schon? Sind das die 80 %, die laut einer Umfrage die Qualität unserer Lebensmittel als positiv bezeichnen?
Na, denn weiterhin guten Appetit.
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11, 1, 2011 um 11:26 Uhr
Tja recht hast Du und Dioxin ist nur ein kleiner Teil des ganzen Scherbenhaufens. Ich hab gestern für mein Adroid eine App gefunden die Anhand der NR. auf Eiern die Dioxin Belastung ausgibt. Würde mich nicht wundern wenn die von der Futtermittelindustrie programmiert wurde, denn komischerweise waren bei einem Test im Supermarkt die Eier von 5 verschiedenen Herstellern einwandfrei. Zufall, oder …?
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