Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

Unfähigkeit hat einen Namen – Deutsche Bahn und Deutsche Post

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Wer in den letzten Tagen verfolgt hat was sich bei der Deutschen Bahn abspielt, wenn  mehr als drei Schneeflocken fallen, kann sich nur an den Kopf fassen.

Weil der Winter ein unzuverlässiger Geselle ist, von dem man ja nie genau weiß: kommt er oder kommt er nicht, also ganz so wie die Züge des Unternehmens, muss auch kein Notfallplan ausgearbeitet werden. Wäre ja auch doof, wenn sich die klugen Wasserköpfe Mitarbeiter hinsetzen und den Kopf zerbrechen müssten, wie der Bahnverkehr auch bei widrigen Witterungsbedingungen ohne allzu gravierende Beeinträchtigungen für die Fahrgäste aufrecht erhalten werden kann, und dann kommt er einfach nicht, dieser Winter. Da sind die ganzen Überlegungen für die Katz. Deshalb warten wir doch lieber ab, was passiert und sehen dann weiter.

Welche Klappgeigen sind da eigentlich am Werk? Wie ignorant muss man sein, um seinen Kunden so etwas zuzumuten und sich mit der billigen Ausrede “Witterungsbedingte Schwierigkeiten” herauszureden? Das kann nur jemand, der eine quasi Monopolstellung hat wie die , die von ihren kleinen Mitanbietern nichts befürchten muß.

Nur so ist der laxe Umgang mit den Kunden zu erklären und natürlich mit dem Bestreben, möglichst hohe Gewinne einzufahren auf Kosten von Sicherheit und Zuverlässigkeit, um einen Börsengang doch noch zu ermöglichen.

Die Veranwortung für das Desaster wie jetzt, verursacht durch Missmanagment und Fehlplanungen werden derweil auf den bösen, bösen Jahreszeitterrorismus abgeschoben, mit seinen tückischen Anschläge durch Schnee, Regen, Kälte, Hitze, Laub und Sturm. Wahrscheinlich ist sogar dieser Klimawandel, diesen Osama bin Laden der Wetterverhältnisse, schuld an allem.

Nur die Deutsche Bahn, die kann nix dafür. Sagt auch unser Verkehrsminister Ramsauer. Die haben schon gaaanz viel getan, damit der Zugverkehr funktioniert und jetzt sogar ihre Züge regelmäßig warten lassen. Genau wie ihre Fahrgäste, nur anders.

Die einzige, bei der der Ramsauer Peter mit der Aussage punkten kann, ist allerdings die Deutsche Bahn. Von vielen anderen erntet er nur Kritik. Aber das ist eh wurscht. Hauptsache, er kriegt ein paar Sternchen auf der Fleißkarte und kann sich vielleicht einen Posten bei der Bahn sichern für später. Nach seiner “Laufbahn” als Politiker. Auf die Art und Weise gleitet mittlerweile doch jede noch so politische Niete in eine rosige Zukunft. Wer gut schmiert, der gut fährt.

Also, wenn ich da was zu sagen hätte, dann würde ich den als Gleishilfsarbeiter einstellen. Damit er wenigstens einmal in seinem Leben richtig arbeitet. Zum Niedriglohn.

Eine ähnliche Unternehmenspolitik wie die der Deutschen Bahn betreibt anscheinend die Deutsche Post. Wenig Leistung für viel Geld. Da darf ein Paket, das unbedingt zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem Ort sein muss, auch mit einer fetten Zusatzgebühr belegt und dann nicht zur vereinbarten Zeit ausgeliefert zu werden, sondern erst Stunden später. Und die Ausrede lautet wie? Na, wer errät es?

Richtig. Die Witterungsbedingungen sind schuld. Und da hält man es auch nicht für nötig, beim Einliefern des Pakets dazu zu sagen: “Öh, lassen se das Mal mit der Zeitangabe. Das kostet nur unnötig und wir schaffen das ohnehin nicht. Sie wissen doch: es ist Winter…”.

Aber wahrscheinlich muss der Kunde froh sein, dass das Paket überhaupt noch in diesem Jahr angekommen ist und nicht den Umweg über Timbuktu machen mußte. Weil in Deutschland die Straßen verschneit und vereist sind.

Denn: es hat Wetter in Deutschland. Und da geht bei uns gar nichts mehr. Nicht bei der Post und nicht bei der Bahn.

Ich empfehle den beiden Unternehmen, sich ab September jeden Jahres in den Winterschlaf zu begeben und erst wieder aufzuwachen, wenn Frühjahr ist.

Aber nur, wenn es nicht regnet.

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3 Kommentare

  1. 25. April 1945: Die Russen legten die Berliner S-Bahn weitestgehend lahm.
    Juli 2009: Auf die Hilfe der Russen konnte verzichtet werden.

  2. Wäre ja noch schöner, wenn wir solche Kleinigkeiten nicht selbst hinbekämen. Schließlich sind wir wieder wer…

  3. Pingback: trueten.de - Willkommen in unserem Blog!

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