Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

Brainstorming im Arbeitsministerium – HartzIV Empfänger ab unter die Brücken -

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Mir platzt gerade der Kragen. Vielleicht ist die Nachricht, dass sich eine Expertengruppe des Arbeitsministerium mit den Möglichkeiten, Menschen, die sich ohnehin schon in einer beschissenen Situation befinden, weiterhin das Leben sauer zu machen, nur eine Ente, der die Medien aufgesessen sind.

Aber eigentlich glaube ich das eher nicht. Sollte die Nachricht zutreffen, werden evtl. diese Experten, falls es verstärkten Protest gegen ihre perversen Ideen wie der Kürzung von Wohngeldzuschüssen und der Beschränkung für Wohnraum eines alleinstehenden Empfängers auf 25 qm, d.h. wohnen in einem besseren Wohnklo, geben sollte, wahrscheinlich behaupten, dass sie alles nicht so gemeint haben.

Für mich sind alleine schon solche Gedankenspiele unmenschlich und widerwärtig. Da sitzt eine Gruppe von Beamten, die nicht fürchten müssen, jemals in eine solche Situation zu geraten, beisammen und spielt mit der Existenz anderer Menschen. Ist es eigentlich ein Aufruf zur Gewalt, wenn ich jetzt sage, ich hätte nicht schlecht Lust, solchen Typen kräftig was auf das Maul zu hauen.

Dieses Pack schreckt vor nichts zurück. Weder vor der Beschränkung von Wohnraum, noch vor der Möglichkeit, Behinderten die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmitteln unmöglich zu machen.

Zitat Stern:

Die Mietkosten zu senken, sei dabei nur ein Vorschlag, um die klammen Kommunen zu entlasten, berichtete die Zeitung. Die “Arbeitsgruppe Standards” habe in ihrem Zwischenbericht zahlreiche weitere Sparideen gesammelt: Behinderte könnten etwa nicht mehr kostenlos Bus und Bahn nutzen dürfen, und der Zugang zu Behindertenwerkstätten könnte für alle beschränkt werden, die einen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente habe

Diese Experten für Menschenverachtung habensich den tollen Namen “Arbeitsgruppe Standards” gegeben. Die Bezeichnung lässt tief blicken. Standard für das Prekariat, Luxus für die Elite. Da fällte mir nur noch eins Spruch ein: Friede den Hütten, Krieg den Palästen.

Wie twitterte eben der Moppelkotzer?

Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen.

Und unsere tolle Bundesangie grinst in die Kameras und glaubt, die Welt sei in Ordnung. Ihre Welt.

Schöne Grüße mal wieder von Max Liebermann: Ich kann ga rnicht soviel essen, wie ich kotzen möchte.

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3 Kommentare

  1. Pingback: » Hey, der nächste Vorschlag in Sachen Einsparung … Nachtwächter-Blah

  2. Schönen Gruß auch von Heinrich Zille: Man kann einen Menschen mit einer Wohnung genau so gut erschlagen wie mit einer Axt.

    Ansonsten hat Deutschland einfach nicht genug Brücken und mit Containern gibt es auch Schwierigkeiten. Der 40 Fuß Container ist zu einfach groß (29,72 qm) und bei Verwendung von 20 Fuß Containern (14,86 qm) könnten die Tierschutzvereine auf die Idee kommen, ihre Tätigkeit auch auf Menschen auszudehnen.
    Und eine neue Lobby für Hartz-IV Empfänger ist bestimmt nicht gewollt.

  3. @Ralf: tja, da bleibt nur noch eine Möglichkeit. Wir müssen, räusper, Lager für Arbeitslose bauen. Am besten sollten sie diese selbst errichten müssen. Wofür werden die denn sonst von der Solidargemeinschaft bezahlt. Ausserdem hätte man die Leute gleich unter Kontrolle, falls die doch mal auf Idee kommen, zu rebellieren.

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