Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

Gesundheitsreform – Die wahren Schuldigen an der Kostenexplosion zur Verantwortung ziehen

| 3 Kommentare

Wer jetzt denkt, dass damit die Pharmunternehmen gemeint sind, die sich hier in Deutschland eine goldene Nase verdienen, irrt gewaltig. Nee, nee. Die sichern ja schließlich Arbeitsplätze und beraten unsere Regierung bei wichtigen Gesetzen.

Im Gegensatz zu den nützlichen Verursacher der Explosion der Gesundheitskosten haben kluge Politiker in der CDU jetzt die nutzlosen Verursacher ausfindig gemacht. Die Dicken. Die mit ihrem ungebremsten Fressverhalten und mit den damit verbundenen Krankheitsbildern die gesamte Volksgemeinschaft Solidargemeinschaft schädigen.

Zitat N24:

“Es muss die Frage erlaubt sein, ob die immensen Kosten, die zum Beispiel durch übermäßigen Esskonsum entstehen, dauerhaft aus dem solidarischen System beglichen werden können”, sagte der Chef der Jungen Gruppe in der Unionsfraktion, Marco Wanderwitz, der “Bild”-Zeitung. “Ich halte es für sinnvoll, dass bewusst ungesund lebende Menschen eine eigene Verantwortung auch in finanzieller Hinsicht tragen.”

Richtig so. Was können wir froh sein, dass sich immer wieder junge, agile, erfolgreiche Politiker Gedanken machen, um uns alle vor der Pleite zu schützen. Leider hat sich hat damals dieser Dingens da, dieser Mißtfelder, mit seiner tollen Idee, alten SäckenInnen keine Hüftprotesen mehr zu genehmigen, nicht durchgesetzt.

Mensch, was hätten wir schon Geld sparen können. Ich wäre sogar dafür, alten Leute keine Zahnprosen mehr zu genehmigen. Wenn die nicht mehr so richtig essen können, erledigt sich das Problem der Überalterung wahrscheinlich sehr zügig. Und entlastet damit die Renten- und Krankenkassen. Sollte man auch mal drüber nachdenken, Herr Wanderwitz. Wenn schon, denn schon.

Unterstützt wird Herr Wanderwitz – ich finde den Namen echt klasse – von einer Studie der Jacobs University Bremen:

Zitat:

Demnach ist die Mehrheit der Deutschen für höhere Beiträge bei ungesunder Lebensweise. Die Initiatorin der Studie, Adele Diederich, sagte der „Bild“-Zeitung: „Die Mehrheit der Versicherten befürwortet höhere Zuzahlungen bei ungesunden Verhaltensweisen. Die Bürger sind dabei deutlich einsichtiger und belastbarer, als die Politik annimmt.“

Tja, das hat sie recht, die gute Frau. Die Bürger sind wirklicht belastbar. Bis vor kurzem haben die ja auch Frau Merkel für eine tolle Politkerin gehalten und freiwillig wiedergewählt. Und nehmen diese Regierung immer noch stillschweigend hin.

Dieses Verhalten nötigt mir wirklich Respekt ab. Alle Achtung. Vielleicht sollte unser Bundeswulff einmal über die Verleihung von Bundesverdienstkreuze an diese Bürger nachdenken. Geehrt wegen besonderer Belastbarkeit in schwierigen Situationen. Vielleicht kann die Stiftung Warentest auch ein Prüfsiegel verleihen. Getestet auf Belastbarkeit: der deutsche Bürger. Ach, ich verplaudere mich wieder….

Damit aber nicht behauptet werden kann, der junge Mann der Union stütze sich nur auf die o.g. Studie, hat sich gleich auch noch ein Experte (hach, ich liebe ) für Medizinmanagment der Duisburger Universität zur Wort gemeldet. Unentgeltlich nehme ich mal an, nur dem Dienste am Volk verpflichtet:

Jürgen Wasem, fordert in der Zeitung eine Diskussion über die Belastungen des Gesundheitssystems durch Übergewichtige. Wasem sagte der Zeitung, man sollte wie bei Tabakwaren den Kauf gesundheitsschädlicher Konsumgüter höher besteuern und teilweise ins Gesundheitssystem führen. „Das betrifft Alkohol, Schokolade oder Risikosportgeräte wie Drachenflieger.“

Lustige Zusammenstellung, das: Alkohol, Schokolade und Drachenfliegen. Ein saufender, schokoladenfressender Drachenflieger hätte jetzt aber wirklich schlechte Karten.

Apropos gesundheitsschädliche Konsumgüter. Jede Menge Kohle könnten wir doch damit machen, wenn wir die Lebensmittelindustrie zur Kasse bäten. Die haut doch solche Unmegen Zusatzsstoffe und Dickmacher in die Nahrungsmitteln, die der Gesundheit abträglich sind, dass, würde man auf diesen ganzen Dreck, der in Lebensmitteln nichts zu suchen hat, Beiträge erheben, das komplette Gesundheitssystem auf einen Schlag saniert wäre.

Einen ganz tollen Vorschlag hebe ich mir für den Schluß dieses Beitrages auf: Erhebung von Zusatzbeiträgen oder Steuern auf das dämliche Geschwafel von Politikern.

Damit müsste doch eigentlich das meiste Geld in die Kassen gespült werden.

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3 Kommentare

  1. Der gute Herr Wanderwitz hat die alljährlich wiederkehrenden Skifahrer vergessen. Und wieso hat er Alkohol ausgelassen?

    “Erhebung von Zusatzbeiträgen oder Steuern auf das dämliche Geschwafel von Politikern.”

    Das Geschwafel, ob mündlich oder schriftlich, von Experten, gehört unbedingt dazu!

  2. Vielleicht, weil er selber säuft? Oja, die Experten habe ich völlig vergessen, Mensch. Natürlich müssen die mit auf die Liste. :-)

  3. Pingback: Dümmer gehts nimmer - Dies und Das

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