Ausnahmesweise handelt es sich in diesem Beitrag einmal nicht um Fussball, auch wenn die Überschrift es vermuten lässt. Bei aller Euphorie, die in diesem Land wegen der WM herrschte, gerieten wichtige Themen, so scheint es, bei der Bevölkerung völlig in Vergessenheit. Wer feiert, denkt nicht nach. Sehr zur Freude der Politiker.
Wie sagte unser Bundeswulff auf der DFB Abschlusspressekonferenz:
..und hoffentlich werden wir viele Ereignisse haben, bei denen eben deutlich wird, dass Deutschland sich glücklich schätzen kann, in dieser Lage zu sein.
Genau, wir freuen uns ja alle über das Sparpaket und die Gesundheitsreform. Vor allen die Menschen, die ohnehin schon wenig Geld haben, und die in Zukunft noch weniger zur Verfügung haben werden.
Wennn wir jetzt in die Heimat zurückkehren, dann werden wir sehen, dass da eine gute Stimmung ist, dann überlegen wir uns gemeinsam, wie wir Anlässe schaffen können, damit diese gute Stimmung durchgetragen wird
ab 08:14
Denn nach dem Spiel ist vor dem Spiel. 2011 wartet die Frauenfussball-WM auf uns, und da wollen wir doch mal sehen, wie wir das Volk solange im Koma halten können, damit zwischenzeitlich geplante Schweinereien nicht weiter auffallen.
Und Nein, in diesem Land gibt es keinen Anlass für eine Dauerfeierstimmung, Herr Wulff. Absolut nicht.
Ein Grund mehr, auf einen Artikel zu verweisen, der bei Thomas Trueten erschienen ist:
Wir haben analysiert und vorhergesagt. Wir haben gewarnt und lange gewartet. Wir haben gehofft, gefordert, wir haben demonstriert. Es wird Zeit, dafür zu sorgen, dass das nicht eintritt, was wir alle nicht anders erwartet haben. Es wird höchste Zeit, nicht länger in eine andere Richtung zu zeigen – wir müssen sie selbst ändern.
Der Ball rollt … und hat die Mittellinie überschritten
Am 3. Juli 2010 fand in Frankfurt die von der ›Aktionsgruppe Georg Büchner‹ initiierte erste Konferenz statt. Wichtigstes Anliegen was, vor zu aller erst in der Region eine möglichst breite Unterstützung für den Aktionsaufruf zu bekommen, mit dem Ziel, im Herbst eine Zentrale des Finanzsektors für einen kompletten Arbeitstag zu blockieren. Trotz des sehr kurzen Vorlaufs beteiligten über 50 Personen und AktivistInnen aus 29 Organisationen an dieser Konferenz.
Den kompletten Beitrag von Wolf Wetzel bei Thomas Trueten lesen.
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