Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

Die Taliban und ihre Helfer

Der Bevölkerung dieses Landes ist auch wirklich zu dämlich. Seit Jahren bemüht sich die Politik, uns vor Augen zu führen, wie bedroht wir sind. Der eine oder andere erinnert sich vielleicht noch: in regelmäßigen Abständen erreichten uns erschreckende Videos mit wüsten Terrordrohungen. Noch schrecklicher waren eigentlich nur die Warnungen vor Vogelgrippe, SARS oder Schweinegrippe.

Aber anstatt sich ordentlich zu fürchten, wenn nicht gar in Angststarre zu verfallen, und endlich daran zu glauben, dass unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt wird, zeigt ein hoher Anteil der Bevölkerung der Politik den Mittelfinger und plädiert für einen Abzug der aus . Bangemachen gilt nicht, scheint die Devise zu lauten.

Nun wird endlich zu anderen Mitteln gegriffen, um das Volk auf Linie zu bringen. In Anlehnung an die „Dolchstoßlegende“, die besagt, dass deutsche Heer wäre unbesiegt geblieben, wenn nur die vaterlandslosen Gesellen selbiges nicht an der Heimatfront verraten hätten, greifen Medien und Politiker zu einer anderen Taktik.

Wer schon keine Angst hat, soll wenigstens ein schlechtes Gewissen bekommen. Und wie wird dieses Ziel am Besten erreicht? Indem Leute wie Niebel und Wolfsohn bei Anne Will durchblicken lassen, wer gegen den Einsatz in Afghanistan ist, helfe indirekt den Taliban.

Deutschland, ein Land von Vaterlandsverrätern. Von dem Vorwurf hat sich schon die SPD nicht mehr erholt.

Wir lassen zu, dass unsere tapferen Soldaten, die so dringend unsere Unterstützung und Solidarität benötigen, die wir ihnen verwehren, derart geschwächt von den Taliban gemeuchelt werden.

Allein die hehren Worte des Kommandeurs der deutschen Truppe in Afghanistan, Brigadegeneral Frank Leidenberger, kann diese noch aufrecht erhalten:

Es bleibt dabei: Wir geben nicht klein bei. Wir werden weiter kämpfen. Und wir werden gewinnen.

Quelle

Jawoll. Kämpfen bis zum letzten Blutstropfen. Kennen wir doch aus unserer jüngsten Geschichte. Damals hat die Bevölkerung auch noch gespurt, und auf die Frage: „Wollt ihr den totalen ?“ wengistens noch mit einem begeisterten „JAAAAA“ geantwortet. Das waren noch Zeiten….

Wenn das mit der Schuldzuweisung an das Volk auch nicht klappt, und die Menschen unbeirrt weiterhin den Abzug der Soldaten fordern, müssen uns unsere amerikanischen Freunde helfen.

Die CIA hat die Situation kommen sehen: Deutschland habe lange darauf gebaut, dass sich der Widerstand der Bevölkerung gegen einen verstärkten Afghanistan-Einsatz der in Grenzen halte. Doch angesichts steigender Zahlen getöteter deutscher Soldaten in Nordafghanistan drohe die Gleichgültigkeit der deutschen Bevölkerung bis zum Sommer in offene Feindseligkeit gegen den Stationierungsbeschluss der Bundesregierung umzuschlagen, heißt es in einer Prognose des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes.

Quelle

und weiter:

In ihrem Deutschland-Dossier heißt es, man müsse der Bevölkerung klarmachen, dass eine Niederlage am Hindukusch eine Niederlage für die Bundesrepublik bedeute: weil Deutschland dann einer verstärkten Gefahr von Terroranschlägen, einem zunehmenden Rauschgifthandel und Flüchtlingsströmen ausgesetzt sei….

Verstärkte Gefahr vor Terroranschlägen? Das Thema ist doch schon durch. Aber das Ding mit den Flüchtlingsströmen könnte ziehen.

Zur Not gibt es ja noch eine Möglichkeit:

….Jetzt müsse man deutschen Medien nur noch Interviews mit Frauen in Afghanistan ermöglichen, denn afghanische Frauen könnten so persönlich und glaubwürdig ihre Angst vor den Taliban und ihre Zukunftshoffnungen äußern. Und wenn diese Botschaft der afghanischen Frauen die Herzen der Frauen in Deutschland erreiche, dann könne sich die Stimmung gegenüber dem Bundeswehreinsatz verändern.

Oh ja. Die Herzen der deutschen Frauen. Allen voran das der Frauen von den Grünen wie dieser Kerstin Müller und sicherlich auch das von Alice Schwarzer, die befürchten müssen, eines Tages in der Burka herumlaufen zu müssen. Das wäre ja wirklich schrecklich.

Sollte diese Strategie allerdings auch zu nichts führen und die Leute immer noch störrisch bleiben, sehe ich allerdings nur eine Möglichkeit: ein richtig schöner Terroranschlag. Irgendeine Gruppe aus dem bayerischen Wald wird sich schon finden. Bärtige soll es ja da massenweise geben.

Schließlich hat die CIA schon ganz andere Probleme gestemmt. Und wozu hat man gute Freunde, gell?

Nachtigall ich hör dir trapsen.

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