Nach dem schrecklichen Tod dreier tapferer Patrioten ist es an der Zeit, dass die Bevölkerung endlich ihrer Verpflichtung nachkommt, unserer Armee den Rücken zu stärken und deren Leistung um die Verteidigung unseres Vaterlandes anzuerkennen.
Im Einklang mit den salbadernden Politikern, allen voran der Bundeskanzlerin und Karl-Theoder dem Gegeelten, die beide vor lauter zur Schau gestellter Trauer und tiefen Verbeugungen vor den gefallenen Helden kaum noch den Rücken gerade bekommen, machen sich jetzt die Medien auf, das Volk einzustimmen.
Nicht nur im öffentlich-rechtlichen Verblödungsfernsehen wird täglich für neue Frontberichte gesorgt. Print- und Onlinemedien sind ihrerseits bestrebt, ihren Beitrag für’s Vaterland zu leisten. Im ehemaligen Nachrichtenmagazin erscheint kostenlose Werbung für eine ein Artikeln über eine Patriotin, die gelbe Schleifen verscherbelt, die die Solidarität mit den Soldaten ausdrücken sollen.
Dazu einige Zitate aus dem Artikel:
Ihre Initiative des gelben Bandes wird von der Bundeswehr “uneingeschränkt begrüßt”, sagt deren Sprecher.
Großartig. Erst gelbe Schleifen am Revers und anschließend schwarze Schleifen auf den Kränzen. Logische Abfolge.
Auch einige Politiker hätten das Solidaritätszeichen bereits in der Öffentlichkeit getragen, darunter etwa Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) oder der Verteidigungsstaatssekretär Thomas Kossendey (CDU),
Na und? Politiker sind wie Huren. Sie tun alles, was ihnen etwas einbringt. Wobei ich mich mit diesem Vergleich bei den Damen des Gewerbes entschuldigen möchte. Immerhin haben die einen ehrbaren Beruf.
Auch von Bundestagsabgeordneten kamen Bestellungen, etwa von Lars Klingbeil. “Viele Menschen sind auf der Suche, wie sie ihre Solidarität mit der Truppe zeigen können”, sagt der SPD-Politiker
SPD-Politiker sind halt auch nur Politiker (s.o) . Ich hätte da allerdings auch noch eine Idee: teutsche Mütter stricken warme Pullover und Socken für die Soldaten, am besten in den Landesfarben, für den nächsten Winter. Schließlich soll es der kämpfenden Truppe nicht so gehen wie damals in Russland. Denn Feldzug haben wir nämlich auch nur wegen mangelhafter Ausrüstung verloren. Fragt mal Napoleon.
Zu guter Letzt Zitate eines Historiker, der in dem Artikel zu Worte kommt:
Die Politik verleiht den ungeliebten, aber selbst angeordneten Einsätzen noch immer den Beiklang einer Nebensache”, meint er. Doch das ändere sich allmählich. Hier seien neben Berichten über Trauerfeiern auch Filme wichtig, die die Situation von Soldaten zeigen……
Mein Reden. Nur mit ständiger Berichterstattung erreichen wir unser Ziel: der Bevölkerung den Krieg wieder schmackhaft zu machen. Führen wir ihr täglich vor Augen, wofür unsere Soldaten kämpfen: für unsere Freiheit am Hindukusch. Oder so.
und weiter:
Abzeichen mit Bezug auf das Militär werden in Deutschland noch lange gemischte Gefühle auslösen, meint der Historiker mit Blick auf die gelbe Schleife. “Aber derartige Kampagnen sind zugleich auch Anzeichen einer Normalisierung. Und das ist ein positiver Prozess.
Positiver Prozess? Normalisierung? Sorry, dass ich nachfrage: wer hat dem denn was in den Tee gekippt? Ich kann weder in den Auslandseinsätzen noch in der Art und Weise, wie über diese Einsätze berichtet wird und diesem ganzen Heldeneposgeschiss etwas Positives sehen. Und für normal halte ich es allemal nicht. Das sind Entwicklungen und Töne, vor denen ich mich seit Jahrzehnten gefürchtet habe.
Wenn Kriege für uns erst wieder zur Normalität werden, dann gute Nacht Deutschland.
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15, 4, 2010 um 14:57 Uhr
Das macht doch Sinn. Eine gelbe Schleife am Revers, eine schwarze Schleife auf dem Kranz für das rote vergossene Blut. Ergibt schwarz, rot gelb,ähh gold.
19, 4, 2010 um 16:19 Uhr
Ich sehe unsere Nationalflagge plötzlich mit ganz anderen Augen.