4th Februar 2010

Solidarität mit den Soldaten in Afghanistan und anderswo

posted in Politic-ta-toe |

Wer glaubt, ich sei jetzt völlig durchgeknallt und hätte die Seiten in Richtung Kriegsbefürworter gewechselt, unterliegt einem großen Irrtum. Ich bin noch völlig klar im Kopf.

Im Gegensatz zu Reinhold Robbe, dem Wehrbeauftragten des Bundestages, auf dessen Mist die Forderung Anregung zu mehr Solidarität mit unseren tapferen Soldaten und -innen im Auslandseinsatz stammt. Da sie, um mit seinen Worten zu sprechen, 

deutsche Interessen  vertreten ,

im Auftrag des Parlaments arbeiten

(nochmals danke an alle Abgeordneten, die gegen den Willen eines großen Teils der  Bevölkerung der Verlängerung des Afghanistanmandats wieder   zugestimmt haben)

und Friedensdienst im besten Sinne leisten,

beispielsweise durch die Bombardierung terroristischer Tanklastzüge,

stehe ihnen mehr Rückendeckung und Anererkennung zu.

Da das dämliche Volk ihnen bisher beides standhaft verweigert, müsse dieses, so Robbe,  jetzt organisiert werden.  Und zwar durch Gewerkschaften, Kirchen und anderen großen Organisationen.

Nach seinen Vorstellungen sollten beispielsweise die Kundgebungen am  1. Mai dazu genutzt werden, nicht nur linke Reden zu schwingen (Anmerkung des Autors), sondern auch an die teutschen Soldaten im Ausland einschl. der durch die kriegsähnlichen Zustände Gefallenen zu erinnern.  Großartige Idee.   Endlich fügt sich wieder alles zusammen: Ehrenmäler, Tapferkeitsmedaillen und nun der Tag der Arbeit als Heldengedenktag.

Aber es geht noch weiter, denn Herr Robbe sprüht geradezu von tollen Einfällen.

In Kirchen könnten  Fürbittengebete für die sich im Einsatz befindenden Truppen abgehalten werden, als Dauereinrichtung bei jedem Gottesdienst, nehme ich mal an.  Vielleicht sollten wir auch lernen, Voodoopuppen in Gestalt der Taliban anzufertigen…. Man kann ja nicht wissen, wofür es gut ist.

Einen  Sonntag in jedem  Jahr könne lt. Robbe außerdem der Solidarität mit den Soldaten gewidmet werden. Wie er sich das genau vorstellt und was wir alle dazubeitragen können, hat er allerdings nicht gesagt.

Ich würde Menschenketten mit Lichtern in den Händen vorschlagen. Das Absingen der leicht abgewandelten  ersten Strophe der Nationalhymne würde dazu gut passen.   Deutschland, Deutschland überall bald , überall bald auf  der Welt.  Weitere Textvorschläge dürfen gemacht werden…

Und wenn wir jetzt schon mal dabei sind, Solidarität anzumahnen:  wo bleibt der Aufruf an alle jungen  Männer und Frauen,  gefälligst ihrer vaterländischen Pflicht nachzukommen, Nachschub Nachwuchs für die Truppe zu produzieren, dem ab dem 3. Lebensjahr ein Bundeswehrkindergarten sicher ist und dem anschließend auf  bundeswehreigenen Schulen die Marschrichtung beigebracht wird. Merke: was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

Und mit der richtigen Einstellung  macht sterben für deutsche Interessen doppelt soviel Spaß.

+++

Ich möchte Herrn Robbe auch eine Ehre erweisen: auf meiner Liste der Dummschwätzer steht er ab sofort den ersten Platz. Für seine besonderen Leistungen um das Wohl unserer Soldaten.

.

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There are currently 5 responses to “Solidarität mit den Soldaten in Afghanistan und anderswo”

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  1. 1 Gravatar On Februar 4th, 2010, redaktion said:

    Bitte lesen Sie einen ergänzenden Artikel:

    http://www.deutschla...uslime-unterstuetze/

    Danke!

  2. 2 Gravatar On Februar 5th, 2010, Womblog said:

    Solidarität mit den Soldaten in Afghanistan und anderswo…

    Von Dauni | Der Dwarslöper | – Wer glaubt, ich sei jetzt völlig durchgeknallt und hätte die Seiten in Richtung Kriegsbefürworter gewechselt, unterliegt einem großen Irrtum. Ich bin noch völlig klar im Kopf. Im Gegens…

  3. 3 Gravatar On Februar 5th, 2010, Ralf said:

    Mal abgesehen davon, das es auf dem Siegerpodest der Dummschwätzer mittlerweile ganz schön eng wird, hätte ich für Herrn Robbe noch einige Vorschläge: Deutschlandflagge am Revers, beim Abspielen der Nationalhymne die Hand auf der Brieftasche, äh Herz. Und wer Verwandte in Afghanistan hat, Also Soldaten nicht Einwohner, hängt einen grünen Wimpel an das Fenster damit man weiss wo die Solidaritätsbekundungen hin sollen.

  4. 4 Gravatar On Februar 18th, 2010, Ich kann's nicht glauben said:

    Ihr solltet Euch schämen…!!! Das der Verfasser weder
    Ahnung von militärischen Dingen hat, noch in der Lage ist
    die Situation deutscher Soldaten richtig einschätzt ist klar
    ersichtlich! Bitte überdenkt solche Aussagen und vertraut
    nicht auf die Berichterstattung der Medien. Die jungen Soldaten
    sind wieder einmal Spielball der Politik und deren perversen
    Auswüchsen! Die Truppen, die in Einsätze geschickt werden, sind
    die ersten, die einen Abzug unterstützen würden. Immerhin sind sie
    es, die jeden Tag einer riesigen Gefahr ausgesetzt sind, ihr Leben
    riskieren und keinerlei Rückhalt seitens der deutschen Bevölkerung
    genießen…

  5. 5 Gravatar On Februar 21st, 2010, dauni said:

    @Ralf: Werden konstruktive Ideen eigentlich auch mit irgendwas belohnt? Irgendein Kreuz wird sich da doch finden für unseren Dienst am Vaterland.

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