22nd Januar 2010

Afghanistanverweigerer aus Großbritannien drohen zehn Jahre Haft

posted in Aktuelles, Nicht lustig |

Und wieder veröffentliche ich hier eine E-Mail des DFG-VK, die ich gestern erhielt:

Eine Aktion, die selbstverständlich auch die Unterstützung der DFG-VK findet.

Versendet ein Protestfax an die britische Regierung!

(21.01.2010) Der Obergefreite Joe Glenton trat 2004 der britischen Armee bei und wurde 2006 nach Kandahar, Afghanistan, verlegt. Armee und Politiker hatten immer behauptet, britische Soldaten seien dort, um zu helfen. Joe Glenton war geschockt, zu sehen, wie stark die Soldaten tatsächlich von den Menschen in Afghanistan abgelehnt wurden.

Beschämt und ernüchtert verließ er 2007 unerlaubt seine Einheit. Zwei Jahre später stellte er sich und machte seine Verweigerung bei einer Demonstration öffentlich. Darauf hin wurde er nicht nur wegen Desertion, sondern auch mehrmals wegen Befehlsverweigerung angeklagt, womit ihm eine Haft von bis zu zehn Jahren droht.

Joe Glenton wurde nach mehrwöchiger Haft im Dezember 2009 auf Kaution freigelassen. Ein erster Verhandlungstermin im Militärgerichtsverfahren findet am 29. Januar 2010 statt.

Connection e.V. und Iraq Veterans Against the War Europe bitten um Unterstützung des Afghanistanverweigerers Joe Glenton. Protestfaxe können online über www.Connection-eV.de/aktion-gb.php versandt werden. Connection e.V. wird Ihre Nachricht per Fax an die britische Regierung weiterleiten.

gez. Rudi Friedrich (Connection e.V.) und Chris Capps-Schubert (IVAW Europe)

Nicht lange überlegen. Mitmachen!.

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There are currently 2 responses to “Afghanistanverweigerer aus Großbritannien drohen zehn Jahre Haft”

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  1. 1 Gravatar On Januar 22nd, 2010, r|ob said:

    Bei allem Verständnis für den Menschen und teilweisem Unverständis dem Krieg in Afghanistan gegenüber, gibt es für mich einen ganz pragmatischen Ansatz: gerade bei der immer in Kriegen verwickelten britischen Armee muss man einfach davon ausgehen, in kriegerische Handlungen verwickelt zu werden – sprich: in den Krieg zu ziehen. Nix mit “Humanitärer Einsatz” – ein Problem übrigens, mit dem die Bundeswehr zu kämpfen hat, die nun wirklich eher auf Kuschelkurs in den letzten Jahren getrimmt wurde aber sich eindeutig in einem Krieg befindet. Nur die deutsche Politik schaut da seit Jahren weg. Aus Afghanistan abzuziehen bedeutet, dass die ganze Region destabilisiert wird. Den Soldaten allerdings darf man nicht vorenthalten – und das gilt vornehmlich für die deutschen Soldaten – dass es sich hier um Krieg und nicht um eine Hilfsaktion handelt. Britische Soldaten sollten aus der Geschichte her wenigstens ahnen, dass Soldaten ihres Landes wirklich mit Krieg zu tun haben. Menschlich und moralisch gesehen verstehe ich es natürlich, wenn auch ein Berufssoldat die Entscheidung trifft, seinem Beruf den Rücken zu kehren…

  2. 2 Gravatar On Januar 25th, 2010, dauni said:

    Ich kann deine Argumente nachvollziehen und stimme mit ihnen überein bis auf den Punkt mit der Destabilisierung der Region. Wir werden auch durch den Einsatz unser Soldaten keine Veränderung schaffen, daran sind sowohl die Briten als auch die Russen gescheitert. Warum sollte es diesmal anders sein? Wir werden glorreich scheitern.

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