Ich wäre jetzt richtig enttäuscht gewesen, wenn ich von Wolfgang Bosbach zum Thema Minarettverbot nichts gehört hätte. Aber auf den guten Mann ist Verlaß. Kaum ist das Ergebnis der Volksabstimmung in der Schweiz bekannt, sondert er seine geistigen Ergüße ab.
Zitat:
Nach der Entscheidung der Schweizer für ein Verbot von Minarett-Bauten sagte der CDU-Politiker der “Berliner Zeitung” vom Montag, die Schweizer Entscheidung müsse deshalb auch hierzulande ernst genommen werden und dürfe nicht hochmütig kommentiert werden. Das Ergebnis der Volksabstimmung sei Ausdruck einer auch in Deutschland weit verbreiteten Angst vor der Islamisierung der Gesellschaft, sagte Bosbach. Quelle
Hier irrt Herr Bosbach. Das Ergebnis ist nicht der Ausdruck einer weit verbreiteten Angst vor der Islamisierung, sondern das Ergebnis von Volksverhetzung und dem Appelieren an die niedersten Instinkte der Bevölkerung, geschürt von Politikern und Medien, in deren Interesse es liegt, dass das rechte Spektrum vermehrt Zulauf erhält. Und zwar europaweit. Mich graust es bei dem Gedanken.
Bosbach entblödet sich nicht, in dieses Horn zu stoßen.
Aber worüber rege ich mich eigentlich auf? Was von Bosbach zu halten ist, hat Thomas Wieczorek unter der Rubrik “Endlosschwätzer” in seinem Buch folgendermaßen beschrieben:
Ich zitiere:
“Ein Bosbach”, sagt man in der Bundestagslobby, ist der Abstand zwischen zwei Talkshows.” Tatsächlich: Wo andere atmen, da quasselt Bosbach. Über Gott und die Welt und wieder über Gott. Mal greift er die türkische Presse scharf an, mal stellt er die Zustimmung zur Erbschaftssteuer in Frage. Mal will er Bundeswehreinsätze im Innern, mal die Abschaffung des Doppelpasses, mal eine Art Videoüberwachung für alle, weil niemand das Recht habe, unerkannt durch die Stadt zu gehen. Normalerweise ist das rechtslastige Polizeistaatpropaganda, aber bei Bosbach ist alles halb so wild, denn der hat die Lizenz zum Quatschen.”
Und diese Lizenz zum Quatschen macht es, das immer irgendetwas des Gesagten in den Köpfen der Leute hängen bleibt. Deshalb ist die Bezeichnung Endlosschwätzer viel zu verharmlosend.
Er ist ein geistiger Brandstifter.
Wer auch immer bewahre uns deshalb für die Zukunft nicht nur vor Leuten wie Bosbach, sondern auch vor einer Volksabstimmung.
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30, 11, 2009 um 17:46 Uhr
Ja, und dem Islamhasser Herrn Broder hat auch jemand (Die Welt) einen Stift in die Hand gedrückt.
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3, 12, 2009 um 16:43 Uhr
Gut, dass es noch Politiker wie W. Bosbach gibt, die nicht gutmenschenartig nur unangreifbares faseln, sondern zu formulieren wissen was den normalen an Werten orientierten Mitbürger bewegt.
Linkes Gefasel, wie das ihre, hat unsere Gesellschaft bisher nur geschadet und uns all die gegenwärtigen Probleme die wir mit den nicht integrationswilligen Migranten haben, geschaffen.
3, 12, 2009 um 22:18 Uhr
Ich freue mich immer wieder über sachliche und intelligente Kommentare.
Apropos Gutmenschen. Wussten Sie schon: Nach dem Memorandum des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) wurde das Wort als politischer Kampfbegriff bereits 1941 benutzt, es ist lediglich strittig, ob Joseph Goebbels persönlich das Wort ersonnen hat oder ob ein Redakteur der Zeitschrift Der Stürmer der Urheber dieses Wortes war.
Mir ist linkes Gefasel lieber als geistige Beschränktheit. Bei Ihnen scheinen die Worte von Bosbach und Konsorten schon ihre Wirkung erreicht zu haben.
3, 12, 2009 um 22:20 Uhr
@ Ralf: Der schmiert und hetzt herum, wo sich ihm Gelegenheit bietet. Verachtenswürdig, der Mann.
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14, 1, 2010 um 15:51 Uhr
Hinweis an Kommentatoren: Wer auch immer von PI seinen Müll in diesem Blog abladen will, wird rausgeschmissen. Alles klar?
Viele Grüße an purget, oder wie er auch immer heißen mag.