Habe die Ehre, Herr Baron
posted in Fotos und Videos, Politic-ta-toe |Nee, was bin ich froh, dass wir endlichen einen jungen, aalglatten alerten, smarten, gut aussehenden und dazu auch noch adligen Verteidigungsminister unser Eigen nennen dürfen. Das ist doch ein Mann, der nicht nur die Herzen der Generäle höher schlagen lässt.
Auch unsere Jubelpresse, angeführt vom Focus, dessen Redakteure vor lauten Begeisterung Schaum vor dem Mietmaul zu haben scheinen, ist schier aus dem Häuschen. Ein Adliger, ein Adliger. Und dazu so gebildet, der kann sogar englisch. Und gedient hat der auch noch.
Das Leben als Soldat kennt der schneidig auftretende Guttenberg – anders als etwa die früheren Verteidigungsminister Hans Apel, Volker Rühe und Peter Struck – aus eigener Erfahrung. Seinen Grundwehrdienst absolvierte er als Gebirgsjäger im bayerischen Mittenwald. Es ist zu erwarten, dass das Redetalent den Bedürfnissen der Soldaten mehr Gehör und der Bundeswehr insgesamt mehr gesellschaftliche Anerkennung verschaffen wird.
Apel, Struck, Rühe. Alles Drückeberger. Und was ist mit Scharping, dieser Lusche? Achso, der hatte sich ja bei der Bundeswehr verpflichtet, wurde aber noch kurzer Zeit entlassen. Angeblich wegen seiner Sehschwäche. Ich denke mal, das hatte andere Gründe. Mit seiner Lahmarschigkeit hat der wahrscheinlich die Kampfmoral der gesamten Truppe untergraben. Kommste heut’ nicht, kommste morgen. Und zack: ist der Feind da. Geht ja nun garnicht. Aber ich schweife ab.
Zustimmen wollte ich dem Focus. Zustimmen. Jubel, Jubel. Jawoll, Anerkennung braucht die Bundeswehr. Und wie kann die besser erreicht werden als mit einem schneidigen, zackigen IbuK.
Begriffe wie Ehre, moralische Verantwortung und Verpflichtung gehen dem Adeligen wie selbstverständlich von der Zunge.
Zu den großen Herausforderungen seines neuen Amtes gehört es, den Tod von deutscher Soldaten den Angehörigen zu übermitteln und um Verständnis für den umstrittenen Einsatz zu werben.
Ich sehe ihn schon stehen, den Karl Theodor, vor dem Ehrenmal für die gefallenen Soldaten und flammende Reden halten darüber, wie ehrenvoll es doch ist, für’s Vaterland zu sterben. Und dass es unsere moralische Verpflichtung ist, anderen, unzivilisierten Völkern, die von Demokratie soviel Ahnung haben wie die Kuh vom Eierlegen, unsere Wertvorstellungen in die Köpfe zu hämmern. Koste es was es wolle.
Ganz im Sinne unserer amerikanischen Freunde, zu denen er einen besonders guten Draht hat.
Guttenberg ist seit 2002 Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik[15], der Atlantik-Brücke und des Aspen-Instituts
Na, das sind doch Connection. Jetzt wird mir auch klar, warum KT so vehement für das Verbleiben deutscher Soldaten in Afghanistan plädiert. Wer ist besser geeignet als er, die Interessen unserer seiner amerikanischen Freunde zu wahren.
Adel verpflichtet eben.
Ein Lied, zwei, drei vier:
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