Heute wurde in Berlin das Ehrenmal für gefallene Soldaten eingeweiht. Damit hat sich unser allseits beliebte Verteidigungsminister F.J. Jung seinen sehnichsten Wunsch erfüllt. Das gute Stück, also nicht der Jung, sondern das Ehrenmal soll zwischen drei und vier Millionen Euro gekostet haben. Passend zu der Einweihung wurde im Bundestag über das Fiasko in Afghanistan debatiert. Tolles Timing.
Ich kann mich ja irren. Aber bislang wurden Kriegerdenkmäler immer für die Opfer vergangener Kriege errichtet. Dieses scheint gebaut worden zu sein, in Erwartung weiterer toter Soldaten.
Bei den Baukosten verständlich. Jetzt muss nur noch schleunigst für Nachschub gesorgt werden, damit sich das Ding auch amortisiert.
Sagt nicht, ich sei zynisch. Zynisch sind die Leute, die glauben, in Deutschland würden schon wieder Heldendenkmäler gebraucht und jungen Leuten einreden, sie stürben für das Vaterland und die Sicherheit ihrer Landsleute. Also, wer ist hier zynisch.
Ich könnte kotzen.
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