Die nächsten 3 Wochen werde ich auf einem Hausboot verbringen. So ganz können wir die Finger vom Wasser nicht lassen, auch wenn unsere Hexe mittlerweile in schwedischen Besitz übergegangen ist.
Allerdings schippern wir nun nicht mehr auf der Ostsee herum, sondern “nur noch” binnen über Kanäle und Seen in Brandenburg. Ganz sutsche Piano. Ich hoffe nur, dass uns nicht wieder eine wildgewordene, freilaufende Sandbank vor den Bug springt.
Aber diesmal sind wir ja selbst die Käptens. Und verstehen was von Navigation.
Falsche Behauptungen werde nicht dadurch richtig, dass sie in diversen Medien ständig wiederholt werden. Auch nicht, wenn es bei diesen um die ARD oder das Handelsblatt handelt.
In einem Bericht über die Piraten-Partei las ich dort gestern auf Seite 4 im 4. Absatz folgendes:
Auch Jörg Tauss ist so ein Problem:Der Bundestagsabgeordnete ist von der SPD zu den Piraten gewechselt, nachdem er wegen des Verdachts des Handels mit kinderpornographischem Material dort zur persona non grata geworden ist.
Na sowas. Und ich ahnungsloses Bloggerchen habe bisher geglaubt, Tauss sei aus der SPD ausgetreten, weil diese am 18.06.09 für das Zugangserschwerungsgesetz gestimmt hat.
In Nordrhein-Westfalen wurde die SPD Landeschefin Kraft durch die CDU während des Wahlkampfes ausspioniert. Inspiriert wurden sie dazu allem Anschein nach durch ein Wahlplakat ihrer Partei:
Wie ich erfahren habe, sucht ihr Nachfolger für die Tatort-Kommissare Dellwo/Sänger.
Ich habe da einen Vorschlag zu machen: nehmt doch einfach den Michael Jäger. Der ist für mich eine gute Mischung aus Götz George und Heinz Hoenig, genauer gesagt: endlich mal wieder ein richtiger, handfester Kerl mit Ausstrahlung.
Von den Weichei-Kommissaren mit ihren Psycho-Problemen habe ich, gelinde gesagt, allmählich die Nase ziemlich voll. Lasst es doch einfach mal wieder richtig krachen.
In diesem Sinne
dauni dwarslöper
P.S. Eine E-Mail habt ihr bereits von mir erhalten.
Für alle anderen: Mitmachen. E-Mail schreiben. Weitersagen.
Wie ich bereits erwähnte, hielt ich mich vor einigen Tagen in London auf. So interessant und aufregend die Stadt auch ist, eines ist mir richtig sauer aufgestoßen. Die Stadtväter müssen so was von frauenfeindlich sein. Es ist kaum auszuhalten. Da gibt es doch tatsächlich noch Radwege, die so kennzeichnet sind.
Mit einem Machofahrrad. I’m shocked. Wie frauenfeindlich ist das denn?
In Hannover sind wir da schon seit Jahrzehnten weiter. Unsere Stadt präsentiert sich entmaskulinisiert.
Dank des Drucks, der von unserer damaligen Frauenbeauftragte vor etwa 20 Jahren ausgeübt wurden, dürfen wir heute auf weiblichen Fahrradwege dahineilen. Ich muss gestehen, seitdem fühle ich mich auch total besser auf meinen Rad.
Auch auf die Gefahr hin, dass ich nerve, wenn ich schon wieder auf der Hannoverschen Allgemeinen herumhacke. Aber eben bin ich über einen erneuten Jubelbericht gestolpert, der allerdings schon vom 10.09.2009 stammt.
Da war das Merkel in Hannover. Und entsprechend sieht die Berichterstattung aus.
Aber nicht nur die HAZ schlägt mit diesen Artikeln auf. Im Umland werden diese in derselben Aufmachung übernommen. So wie der heutige über den Wahlauftritt von Zensursula und ihrer Begegnung mit den Piraten in den Schaumburger Nachrichten. Ist es nicht toll, wie Meinungen unter die Landbevölkerung das Volk gebraucht gebracht werden? Da freut sich jeder Stammtisch. Kann mir jemand die Frage beantworten, was das mit “anspruchsvoller redaktioneller” Arbeit zu tun hat, bitte? Vielleicht sollte sich der eine oder andere mal den Begriff profund erklären lassen, bevor er ihn niederschreibt.
Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich mich über Berichterstattung in der HAZ in der letzten Zeit ereifere. So auch heute wieder. Alles begann damit, dass ich unter der Rubrik “Hannover” auf der Seite 11 eine Überschrift las, die in etwa so lautete:
Anzeige gegen Piraten-Partei.
Ei der Tauss, dachte ich, was ist denn da passiert? Beim Weiterlesen erfuhr ich, dass die CDU Anzeige gegen einige Piraten wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz gestellt hat. Hintergrund: bei dem Wahlkampfauftritt der Frau von der Leyen in Linden am 20.09.09, bei dem die Dame auf dem Lindener Markt zwischen Obst- und Fischständen das direkte Gespräch mit dem Bürger suchte, um eventuell noch einige Stimmen abzufischen, war sie von einer Gruppe von Piraten begleitet worden, die mit Fahnen und Transparenten hinter ihr her zogen. Worüber die CDU not amused war.
Kaum haben wir uns von dem Schrecken, den das Drohvideo von Al-Kaida hinterlassen hat, einigermaßen erholt, sieht sich Deutschland einer neuerlichen Drohung ausgesetzt.
Wie die Bundesbehörden mitteilten, existiert ein neues Video. Darin kündigt ein Mitglied der berüchtigten Al-Pharma Gruppe Anschläge für den Herbst an.
Da das Video leider schon von den Sicherheitsbehörden gelöscht wurde, können wir nur den uns zugespielten Wortlaut wiedergeben. Allerdings ist es uns vor der endgültigen Löschung gelungen, ein Screenshot des Videos zu machen. Der Sprecher der Gruppe, die bereits in den letzten Jahren mehrfach mit Vogelgrippen-Attacken gedroht hat, zeigt sich diesmal unverhüllt.
Hin und wieder muss ich auch mal über etwas anderes schreiben, als über Politik. Ich war ja vor einigen Tagen, genauer gesagt, letzte Woche in London. Da ich ja nun ein Schisser in puncto Flugreisen bin, hatte mein Skipper eine Fahrt mit dem Zug ausgeguckt.
Von Hannover nach London über Köln via Brüssel durch den Eurotunnel. Insgesamt, einschließlich des Aufenthaltes in Kölle, gute 8 Stunden. Ausnahmsweise war die Deutsche Bahn, die uns in die Rheinmetropole brachte, sogar pünktlich, sodass die Zeit noch reichte, zwischen durch ein lecker Kölsch zu schlürfen.