Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

Gleichgeschlechtlich gleichberechtigt

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Es muss am Wahlkampft liegen. Oder wie ist es sonst zu verstehen, dass über Frau plötzlich der Geist der Erkenntnis kommt und sie dafür plädiert, Schwulen und Lesben eine gemeinsame von Kindern zu ermöglichen. Man möchte sprechen: gut getan, Brigitte. Wenn nicht Wahlkampf wäre und ich meine Zweifel an der Ernsthaftigkeit dieser Forderung hätte. Warum kommt diese erst jetzt, möchte man fragen?

Klar ist natürlich auch, dass die Bedenkenträger der katholische Kirche aufjaulen wie getretene Hunde.

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick erklärte, die Adoption durch sein nicht “das Beste für die Kinder” und würde die deutsche Verfassung verwässern

Quelle: quer.de

Lieber Herr Erzbischoff, ich möchte ihnen ja nicht zu nahe treten. Aber wenn sie denn das Beste für Kinder wollen, dann sorgen sie doch einfach mit dafür, dass man ihre Glaubensbrüder, die sich an Kindern vergehen, aus ihrem Verein wirft. Und dass diese Verbrechen nicht unter den Tisch gekehrt und die Täter lediglich in einen anderen Ort geschickt werden, an dem sie dann munter weiter machen und Schäden fürs Leben anrichten. Das wäre wirklich das Beste für Kinder.

Ach, und zum Thema Verfassung verwässern: habe ich aus ihren Reihen eigentlich schon einmal einen Aufschrei gehört, wenn Gesetze erlassen werden, die Freiheiten und Grundrechte der Bürger einschränken? Oh, ich vergass, dafür ist das Verfassungsgericht zuständig. Darum muss sich die Kirche nicht kümmern. Ist klar.

Die steckt ihre Nase lieber in Angelegenheiten, die sie wirklich nichts angeht.

Neben der Kirche melden sich natürlich zum Thema Adoption auch echte Experten zu Wort und tragen ihre Kritik vor. So der Kölner Erziehungswissenschaftler Albert Wunsch (Albert who?)

Für die Identitätsfindung von Kindern sei es notwendig, dass sie sowohl Männer als auch Frauen als Bezugspersonen innerhalb der Familie hätten. Bereits jetzt klage die Gesellschaft darüber, dass es in Kinderngärten und Grundschulen überdurchschnittlich viele Frauen gebe und “dadurch Jungen nicht zu Männern” würden.

Quelle: HAZ 28.07.09

Ich weiß eigentlich überhaupt nicht, warum der gute Herr Wunsch sich noch gegen die gemeinsame Adoption von Kindern durch Männer, und darum geht es wohl nicht nur ihm in erster Linie, wehrt.

Einen besseren Ausgleich zur weiblichen Übermacht in der Erziehung kann es doch garnicht geben.
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