Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

Yes, we can

HAZ vom 21.04.2009 zur Veröffentlichung des Geheimdienstberichtes der CIA zur Folter, speziell Waterboarding:

….So wurde allein Top-Terrorist Chalid Scheich Mohammed im Jahr 2003 genau 183-mal der umstrittenen Verhörmethode ausgesetzt…..

…..Die Zahlen dürften die Debatte über die Verhörmethoden der CIA erneut anheizen und die Frage aufwerfen, ob diese Methoden, abgesehen von der moralischen Verwerflichkeit, überhaupt effektiv sind.

Wie widerlich ist das denn, im Zusammenhang mit Folter nach der Effektivität zu fragen?

Bei der Meldung kann ich mich fast schon nicht mehr darüber aufregen, dass der Vorzeigeneger aus den USA den Folterknechten seines Geheimdienstes Absolution erteilt. Schließlich haben sie laut seiner Meinung doch nur „in gutem Glauben“ in einem „rechtssicheren Raum gehandelt, da sie lediglich Anweisungen des Justizministerium ausgeführt hätten.

Die allgemeine Empörung darüber, dass unter Bush-Regierung gefoltert wurde, ist für mich ohnehin die reine Heuchelei. Bereits nach Ende des Krieges 1945 haben sich die Amis KZ-Ärzte nach Amerika geholt und sich von denen in die Geheimnisse des „effektiven Folterns“ einweisen lassen. Einschließlich Waterboarding. Und wie es scheint, haben sie auch gleich deren Ausreden mit übernommen.

  • Wir haben nur unsere Befehlte ausgeführt.
  • Wir haben von allem nichts gewusst. (Variante für den Durchschnittsamerikaner).

Das zieht immer.

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