Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
hiermit bewerbe ich mich auf den nächsten frei werdenden Ministerposten, egal welcher Art. Als Qualifikation habe ich folgendes anzubieten:
- Ich bin eine Frau
- Ich habe bereits in einem Ein-Mann-Unternehmen gearbeitet.
- Ich trage eine Brille und kann ein intelligentes Gesicht machen.
- Ich kann telefonieren, schreiben und lesen.
Aus diesem Grunde glaube ich, für ein Ministeramt geeignet zu sein und wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mich bei Ihren Entscheidungen für die Zukunft berücksichtigen könnten.
In Erwartung eines positiven Bescheides verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen
Dauni Dwarslöper


13, 2, 2009 um 19:55 Uhr
Sehr geehrte Frau Dauni,
wir bedanken uns recht herzlich für ihre Bewerbung.
Bevor wir sie zu weiteren Gesprächen einladen können, müssen wir einige Fragen zu ihrer Bereitschaft vorab stellen:
Wären sie dazu bereit, sich eine Gelfrisur machen zu lassen?
Haben sie mehr als zwei Vornamen?
Wären sie dazu bereit, ein ihnen gänzlich unbekanntes Fachgebiet zu betreuen?
Sind sie Bayer in der dritten Generation väterlicherseits?
Beherrschen sie bairisch in Wort und Schrift? Alternativ fränkisch?
Flunkern sie gerne?
Wir verbleiben mit freundlichen Grüßen,
Ihr Bundeskapierinet
13, 2, 2009 um 20:22 Uhr
Vielen Dank. Ich hab mich gerade wegschmissen vor lachen!
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13, 2, 2009 um 23:23 Uhr
Das wird wohl nix.
Wer nicht der richtigen Partei angehört hat keine Chance! Wirklich nicht!. Also schnell noch die richtige Partei rausgesucht, eingetreten und dann kanns losgehen.
Welches die richtige Partei ist? Weiß ich auch nicht, früher in der DDR war es die SED, aber die gibt es ja jetzt nicht mehr….
14, 2, 2009 um 0:08 Uhr
Hey, ich habe es eben geschafft, 10 Meter geradeaus zu gehen, ohne hinzufallen – wie wäre es mit dem Sportministerium…? …
14, 2, 2009 um 13:42 Uhr
@Bundeskapierinet: Ja, mei. Dös mit die Sprach’ is fei gar net so schwer. Und dös mit die Abstammung wird sich schon richten lassen. I’kenn da jemanden beim Amt….Und zu allem anderen kann ich nur uneingeschränkt “Ja” sagen. In meinem Herzen war ich immer schon ein Bayer. So wahr mir Gott helfe.
@toby:
@Harald: Nee, heute ist das anders. Man muss nur dem richtigen Stamm angehören.
@r|rob: Ich bin begeistert. Haben Sie (oder waren wir schon beim DU?) sich schon beworben? Einen solchen fähigen Amtskollegen mein eigen nennen zu dürfen, würde mich mit großer Freude erfüllen. Nur zu!
14, 2, 2009 um 14:00 Uhr
Sehr geehrte Frau Dwarslöper
Mit Interesse habe ich Ihre Bewerbung für ein Ministerposten vernommen.
Leider fehlen Ihnen einige wichtige Schlüsselqualifikationen.
Sie stammen aus dem falschen Bundesland, und damit nicht genug, Sie kommen noch aus der falschen Region.
Sollten die Wähler einmal anders entscheiden, würde ich Sie selbstverständlich berücksichtigen.
Bundeskanzleramt
14, 2, 2009 um 14:44 Uhr
@Bundeskanzleramt: Ihre Ablehnung kann ich so nicht akzeptieren. Immerhin habe ich dereinst drei Wochen Urlaub in Bayern gemacht, und durch Franken bin ich auch schon einmal gefahren. Vielleicht sind Sie meiner Bewerbung gegenüber aufgeschlossener, wenn ich Ihnen mitteilen, dass ich kurzsichtig bin. Für mich eine Grundvoraussetzung, um überhaupt ein politisches Amt ausführen zu können.
MfG
14, 2, 2009 um 15:08 Uhr
@Dauni
Blind wäre besser!
14, 2, 2009 um 22:01 Uhr
Opps, da stehen wir beide ja im Wettbewerb. Eine Brille hab ich auch und ein kluges Gesicht kann ich auch machen und mit meinen künftigen Erfahrungen als Bootchebauer kann ich allen Schwierigkeiten aus dem Weg gehen ähh umschiffen.
15, 2, 2009 um 15:34 Uhr
@ Ralf: Ich verspreche, bei besonders schwierigen Problemen die Brille abzusetzen. Reicht das?
15, 2, 2009 um 15:42 Uhr
@stockfisch: Tiefensee ist als Minister überfällig, die Pfeife. Unterstehen dem Verkehrsministerium nicht auch die Wasserstraßen? Und schon haben wir ein Posten für dich.