Scheiss 68er
posted in Blödzeitung, Politic-ta-toe |Da haben wir den Salat. Ich habe ja schon lange gewusst, dass alles Elend dieser Welt von den 68er kommt. Verfall von Moral und Werten, verloddern der Sitten, Auswüchse und Ausschweifungen allenthalben.
Und nun auch noch das. Diese Bande hat unseren Papst auf dem Gewissen.
Es gibt ein Schlüsselerlebnis im Leben des Joseph Ratzinger, das sein heutiges Denken und Handeln erklärt – die 68er-Revolte. 1968 erlebte der damalige Theologieprofessor an der Uni Tübingen, wie seine Studenten ihn in der Vorlesung ausbuhten und das Revolutionsmotto anstimmten “Verflucht sei Jesus”.
Ratzinger galt damals als liberaler Theologe, als einer der Vordenker des II. Vatikanischen Konzils, jener Bischofsversammlung in den sechziger Jahren, die das Tor ihrer verkrusteten Kirche zur Welt weit aufstieß. Plötzlich war dieses Ansehen, wie vieles in jenen Jahren, nicht mehr viel wert.
Für den 41-jährigen Professor Ratzinger waren die Tübinger Erfahrungen ein Schock, der seine Haltung radikal veränderte. Der weltoffene Theologe wandelte sich zum konservativen Dogmatiker, dem die als unverrückbar vorgegebene Wahrheit seither alles bedeutet.
Ich bin zu Tränen gerührt und schäme mich zutiefst. Auch ich habe Benedikt bis zu heutigen Tage verkannt. Im Grunde seines Herzens ist er grundgütig, liberal, tolerant und weltoffen. Er kann es halt nur nicht mehr so raus lassen.
Aber das macht ja nichts. Hauptsache, wir wissen jetzt endlich, wer für sein Verhalten verantwortlich ist.
Merkwürdig. Warum muss ich die ganze Zeit an den Serienmörder mit der schlechten Kindheit denken, der auf dem Flur immer so nett gegrüßt hat?
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