Wie man den Staat bescheißt
posted in Politic-ta-toe |das erklärt uns heute der Klaus.
Also, Steuerhinterziehung ist gaaannz einfach. Dazu braucht ihr nur einen tollen Job, bei dem ihr so richtig viel Knete verdient. Und dann braucht ihr noch ein Saubermannimage und müßt 20 Jahre lang so tun, als wenn ihr kein Wässerchen trüben könnt. Aber in Wirklichkeit besorgt ihr euch einen cleveren Anwalt, der euch alle Kniffe verrät, wie ihr euer Geld in eine Stiftung in Liechtenstein bringt, und dem Staat eine Nase dreht. Da könnt ihr so richtig laut lachen und sagen: Der Klaus hat gar keinen Cent dazugezahlt. Jeden falls nicht soviel, wie er eigentlich sollte. Und damit keiner was merkt, tut ihr immer ganz bieder. Dann kriegt ihr sogar das Große Bundesverdienstkreuz und einen Bambi.
Wenn man euch aber drauf kommt und zu einer total ungerechtfertigten hohen Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt, dann seid ihr einfach ganz sauer und beschwert euch. Schließlich ist euer guter Ruf ruiniert und ihr könnt euch nirgendwo mehr sehen lassen.
Spielt am besten die beleidigte Leberwurst und sagt so tolle Sätze wie:
“Es wurde gegen mehrere Gesetze verstoßen
und
mein Vertrauen in den Rechtsstaat hat darunter sehr gelitten.
Das kommt total gut an bei den Leuten und bringt euch mindestens genau soviel Sympathien wie annodunnemal dem Josef Ackermann.
Dann zieht ihr euch auf eure Burg am Gardasee zurück und werden dort selbständiger Unternehmer und Investor. Denn schließlich muss die verbleibende Knete gut angelegt werden, damit ihr noch mehr verdient und Mutti sich zu Weihnachten einen vergoldeten Pudel kaufen kann.
Und wenn ihr nicht vorher gekidnappt oder erschossen werdet, könnt ihr noch gaaaanz alt werden und noch euren Urenkeln davon erzählen, wie ungerecht ihr behandelt worden seid.
So, und morgen erzähle ich euch, wie man sich über beide Ohren verschuldet, ein anderes Unternehmen kauft und dann beim Staat betteln geht.
Tschüss, euer Klaus.








