Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

Liebenswerte Geschöpfe

Amerikanische Präsidenten sind und waren schon immer Menschen, zu denen man uneingeschränkt aufschauen konnte. Was unsere Angie zu Genüge getan hat, so tief wie sie im Hintern von G.W. saß.

Ein besonderes Exemplar war, wie wir alle wissen, auch Richard D. Nixon. Von ihm wurden jetzt Tonbandaufzeichnungen freigegeben, nach Ablauf der Geheimhaltungsfrist, in denen

der Republikaner Gift und Galle gegen seine Widersacher spuckt. In einem Gespräch am 14. Dezember 1972, bei dem im Oval Office das „Weihnachtsbombardement“ auf die nordvietnamesische Hauptstadt Hanoi beschlossen wurde, bläute er seinem Nationalen Sicherheitsberater Henry Kissinger ein. „Vergessen Sie das nie: Die Presse ist der Feind. Das Establishment ist der Feind. Die Professoren sind der Feind. “

Der Mitschnitt ist Teil einer Dokumentation für die Zeit zwischen November 1972 und Januar 1973. Damit sind jetzt 2217 Stunden intimer Besprechungen einer der geheimniskrämerischsten Regierungen der US-Geschichte frei verfügbar. Anzuhören und teilweise nachzulesen sind sie unter www.nixontapes.org.

Quelle HAZ 04.12.08

Schade, dass ich es nicht mehr miterleben werde, welche Aufzeichnungen von George Dobbelju erscheinen werden. Leider werden sie zu spät kommen, um diesen Mann vor Gericht stellen zu können. Wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Was mich noch am Rande interessiert. Wurde eigentlich die Rolle Henry Kissingers, der immerhin den Friedensnobelpreis erhielt, die er in diversen Konflikten spielte, jemals geklärt?

Und – interessiert das überhaupt jemanden?
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2 Kommentare

  1. Henry Kissinger hat die amerikanische Politik in einem Satz zusammenfassen können: „Öl ist viel zu wertvoll um es den Arabern zu überlassen.“ Jawoll

  2. Kurz, knapp und präzise auf den Punkt gebracht. Alle Achtung. Und er hat nicht von Frieden, Freiheit, Menschenrechte und Demokratie gefaselt. Ehrlicher geht es nicht mehr.

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