Völkerrecht? Welches Völkerrecht?
posted in Nicht lustig |Eigentlich hatte ich mir eine Schweigeweile zur großen Politik und der Finanzkrise auferlegt. Wollte einfach mal abschalten und angenehmere Dinge des Lebens genießen. Meinen Blumen beim wachsen zu sehen, Blätter beobachten, die im Herbstwind leise zu Boden schweben und einem Eimer alter Farbe im Keller beim eintrocknen zusehen.
Und schon fallen die Amis in Syrien ein, um, na was wohl, Terroristen zu jagen. Mit dem Argument lässt sich ja inzwischen jede Sauerei rechtfertigen. Wieder werden die Grenzen eine souveränen Staates verletzt. Wo bleibt der Aufschrei in Europa, wo der Protest unserer Bundesregierung?
Nichts höre ich von diesem heuchlerischen Pack, dass vor Wochen noch aufgeheult hat und sich gar nicht mehr einkriegen konnte, als Russland den Georgiern, die, wahrscheinlich mit dem Segen der USA, Südossetien überfielen, was auf den Sackarschwilli gab. Mein Gott, hat sich das Bundesangie darüber echauffiert und den Russen ans Bein gepinkelt. Ohne Rücksicht auf Verluste.
Fährt sie jetzt nach Syrien uns sichert Assad unseren Beistand zu. Bietet sie ihm vielleicht gar die Aufnahme in die EU oder in die Nato an? Wo steckt die Schnepfe überhaupt?
Ach, die hat was wichtiges zu tun heute:
Ja, Bahrein ist wirklich ganz wichtig. Schließlich will Hochtief mit denen ins Geschäft kommen, und es kann es ja nichts schaden, wenn die Frau Kanzlerin vielleicht schön Wetter macht und ein gutes Wort für die deutsche Wirtschaft einlegt. Denn
..in Bahrains Importstatistik erscheint Deutschland 2006 erst an 6. Stelle, nach Japan, Saudi-Arabien, Australien, China und USA (neu), liegt aber weiterhin vor allen anderen EU-Partnern. Bei den deutschen Exporten spielen Kfz die Hauptrolle, gefolgt von Maschinen und Ausrüstungsgütern der Elektrotechnik.
Quelle Bundesregierung
Da passt es doch gut, dass
der Hochtief-Konzern wichtige Dienstleistungen am Flughafen Bahrain übernehmen will. Der Essener Bau- und Dienstleistungskonzern teilte am Dienstag mit, er habe mit der Bahrain Airport Company eine Grundsatzübereinkunft zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens geschlossen. Die neue Gesellschaft solle mit 120 Mitarbeitern den Betrieb des Flughafens ab März 2009 steuern. Der Auftrag solle über mindestens 15 Jahre laufen. Für die ersten fünf Jahre sei ein Gesamtvolumen von rund 70 Millionen Euro vorgesehen.
Und außerdem, man kann ja nie wissen, wozu das gut ist. Schließlich muss unser Merkel auch an später denken, wenn sie nicht mehr in der Politik ist. Vielleicht hält der eine oder andere Konzern vielleicht schon mal ein Pöstchen bereit.
Dafür scheißt man dann gerne mal auf das Völkerrecht.
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