Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

Schreck in der Abenstunde

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Gestern Abend bin ich kurz an einem Herzstillstand vorbeigeschrammt. Kurz, nachdem ich meinen letzten Beitrag geschrieben, veröffentlicht und mich abgemeldet hatte, fiel mir dann doch noch etwas zu einem neuen Eintrag ein.

Kurz entschlossen rief ich meine Anmeldeseite auf. Doch alles, was mir entgegen prangte, war eine weißte Seite. Nichts, aber auch garnichts tat sich. Mein Blog war weit und breit nicht zu sehen.

Wie gebannt starrte ich auf den Monitor. Ich versuchte es wieder, mit demselben Erfolg. Irritiert verließ ich den , um mich zu sammeln. Mein Herz war mir in die Hose gerutscht, meinen Gedanken schlugen Purzelbäume. Was war geschehen?

Im Geiste sah ich meinen Blog in den Orbit entschwinden. Grüß mir die ISS, rief ich ihm leise und traurig nach.  Gleichzeitig setzte sich, wie oft bei mir in kritischen Situationen, ein Räderwerk in Gang. Was wäre zu tun, wenn?

Die Überlegung, das bloggen aufzugeben, schwirrte nur kurz über meinen internen Schirm. Mit einer Handbewegung wischte ich sie weg. Selbst, wenn der schlimmste Fall eintreten sollte, und alles im Eimer wäre, ich würde bei Null anfangen. Nein, ich würde nicht aufgeben. Dafür ist mir das Blog zu wichtig.

Ich schlief sehr unruhig in der letzten Nacht und erwachte heute morgen mit einem ziemlich flauen Gefühl im Magen. Mein Skipper war bereits in Wohnzimmer, ich hörte, wie er sein Laptop an schmiss.

“Lass’ die Kiste ruhig noch aus. Ich will es gar nicht wissen vor dem Frühstück.” rief ich ihm zu. “Komm, steh auf. Auf dem Tisch steht eine Überraschung für dich.” erwiderte er.

Ich quälte mich aus dem Bett, schlich ins Wohnzimmer, lugte vorsichtig auf den Bildschirm und da war es wieder: mein Blog. So, als sei nichts gewesen, strahlte es mich an. Und ich strahlte zurück.

Woran es auch immer gelegen haben mag, vielleicht wollte mein Blog einfach mal einen ruhigen Abend verbringen, auf den Zwutsch gehen, mal was anderes sehen, als mein Gesicht oder ob der Server oder weiß der Geier wer ein Problem hatte.

Eins steht fest: Kinder, für solche Späße bin ich langsam zu alt.

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4 Kommentare

  1. den weißen bildschirm hatte ich auch gesehen, aber ich schob es schlichtweg auf wartungsarbeiten am system :-)

    der schock bleibt dennoch, das ist nachvollziehbar *g*

  2. Aach dem stress mit dieser blöden Werbedingern war ich eh angenervt. Aber jetzt ist alles wieder im grünen Bereich.

  3. Ein herzliches Backup der Datenbank ist schon Gold wert, was? ;-)

  4. @phil: Das sage ich dir! Mach ich auch regelmäßig.

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