Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

Nicht totzukriegen

Es gibt Typen, die können soviel Mist machen, wie sie wollen. Letztendlich fallen sie immer wieder auf die Füße. Schlicht und ergreifend deswegen, weil sie die richtigen Freunde haben.

Mein ganz spezieller Liebling Paul , über den ich im April 2007 folgendes schrieb:

Wer erinnert sich den noch an Herrn Wolfowitz? Ja, genau der Wolfowitz. Scharfmacher und Mitplaner des Irak Krieges und dicker Freund von Onkel Jorsche. Heute Präsident der Weltbank und angetreten mit dem hehren Ziel, der Korruption Einhalt zu gebieten.

Leider hat ihn jetzt eine kleine Affäre ereilt und droht, ihn hinwegzuraffen. Nein, nicht körperlich. Das wäre ja noch schöner. Herr Wolfowitz ist über seine Freundin gestolpert. Die kommt zwar nicht aus Brasilien, aber gut verdient hat sie eben auch. Ausnahmsweise hat hier der Paul, nicht der Peter, dafür gesorgt dass eine Dame mehr Geld bekommt, als ihr zusteht. Mittlerweile werden Rufe laut, der kleine Mann mit den großen Ohren solle zurücktreten.

Ich habe eine gute Idee. Schickt den Kerl in den Irak. Onkel Jorsche hat doch gerade gestern wieder gesagt, die Iraker sollen mehr Verantwortung übernehmen und für ihre Sicherheit tun.

Da könnte an Wolfowitz doch ein Exempel statuiert werden. Sozusagen als Wiedergutmachung. Mir fallen dazu viele schöne Sachen ein.

muss nicht am Hungertuch nagen. Nach seiner Korruptionsaffäre war er zwar eine Weile weg vom Fenster, ist aber wie Kai aus der Kiste wieder aufgetaucht. Der kleine Paul hat einen neuen Job. Als Berater der US-Regierung. Etwas noch nie dagewesenes.

Er wurde nämlich

zum Vorsitzenden des Rates für internationale Sicherheit (International Security Advisory Board – ISAB) beim State Department ernannt. Wie man in der Pressemitteilung des State Department über die Ernennung von Wolfowitz lesen kann, befaßt sich das ISAB mit der Ausarbeitung von Empfehlungen im Bereich der „Rüstungskontrolle, Abrüstung, Nichtweiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen, militärpolitische Fragen, internationale Sicherheit und der damit verbundenen Aspekte der öffentlichen Diplomatie.

Was sagt man dazu? Der böse Wolf wird zum Hüter der drei kleinen Schweinchen. Wenn das kein großer Wurf für die Sicherheit in der Welt ist.

Und ich dachte schon, er soll seinem Chef das Papier ausarbeiten zum Präventivschlag auf den Iran. Nein, was habe ich immer für böse Gedanken.

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2 Kommentare

  1. Das Papier existiert doch schon. Seit über 30 Jahren schon, oder wie Kissinger erkannt hat: Öl ist viel zu wichtig, um es der Arabern zu überlassen. Genau! Es sollte gleich den USA geschenkt werden.

  2. Der Herr Friedensnobelpreisträger ist auch nicht ohne:
    http://www.amerikaimkrieg.de/Henry.htm

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