Gerade klingelte das Telefon. Reinhold war dran. Stinksauer. Er teilte mir kurz und knapp mit, er sei nicht länger bereit, in den Bergen herumzuirren. Mei habe ihm gedroht, ihn zu verlassen, falls er nicht endlich den richtigen Weg finden würde.
“Welchen Weg?” fragte ich ihn.
“Den Weg der Erleuchtung. Hast du schon vergessen, wes meine Aufgabe ist?” antwortete er mürrisch. “Typisch für euch Flachländer” gnarzte er weiter. “Erst was anfangen, und dann nicht zu Ende bringen.”
Ich schluckte trocken. “Reinhold, es ist wirklich nicht einfach, dich da wegzubringen. Habe bitte noch einen Moment Geduld. Ich will sehen, was sich machen lässt.”
Reinhold schnaufte in den Hörer: ” Hoffentlich fällt dir was gescheites ein. Oder muss ich erst zu Karla ins Krankenhaus gehen? Die liegt da auch schon seit Monaten rum, und nichts geschieht. Ich werde mir überlegen, ob wir nicht eine Selbsthilfegruppe bilden. Es gibt sicherlich noch andere Betroffene, die in irgendwelchen Geschichten herumhängen und nicht weiterkommen, weil ihr keine Zeit habt, euch nicht mehr für unser Schicksal interessiert oder schlichtweg zu faul seid. Vergesst nicht, ihr habt die Verantwortung für uns übernommen.”
Mit diesen Worten unterbracht er die Verbindung, noch bevor ich ihn beschwichtigen konnte.
Nun stehe ich da, und schicke ein Stoßgebet gen Himmel oder sonstwo hin. “Herr, lass es verwendbare Suchwörter regnen”.
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28, 12, 2007 um 18:57 Uhr
wie wahr, wie wahr, ; bei uns im institut kommen auch kaum noch vernünftige anfragen rein…
29, 12, 2007 um 12:53 Uhr
karla mault auch rum
aber die chefärzte sind leider immer noch alle auf den schlesischen antillen!
30, 12, 2007 um 13:06 Uhr
@pulmoll+batz: Ich hätte da noch “Schrowange nackt” anzubieten. Vielleicht sollten wir ein Tauschbörse eröffnen?