Gestern erhiele ich von Twitter eine E-Mail Mitteilungen folgenden Inhalts:
Hi, dauni.
Klaus Meyer (klausmeyer) is now following your updates on Twitter.
Check out Klaus Meyer’s profile here:
http://twitter.com/klausmeyer
You may follow Klaus Meyer as well by clicking on the “follow” button.
Da ich keinen Herrn Meyer, der Name ist aber auch wirklich zu ausgefallen, kenne, klickte ich interessiert auf den Link, um zu sehen wer sich dahinter verbirgt und danach auf einen weiteren Link zu einer Webseite: Schnappschuss-Hobby.
Von Natur aus nicht nur neugierig, sondern auch misstrauisch, wollte ich dann doch erst mal wissen, wer denn Herr Meyer ist. Immerhin gibt es ein Impressum. Allerdings bekomme ich dort folgenden Hinweis:
Diser Blog ist der Teil des Zelfi AG Blog-Netzwerks
Zelfi AG
Erthalstr. 1
D-55118 Mainz
Telefon: 06131-906 48 50
Telefax: 06131-906 48 53
info@zelfi.com
Vorstand:
Andreas Berg
Aufsichtsrat:
Igor Chemnitz (Vorsitzender)
Hm, nichts von einem Herrn Meyer zu sehen, soweit das Auge reicht.
Soeben erhalten ich zwei E-Mails. Allerdings heißt Herr Meyer jetzt Dietrich Scholz wahlweise Matt Green. Diesmal lande ich auf nach Twitter. com…. auf folgenden Seiten: administrator Blog.de und GPRS rates.com
Und wieder steht im Impressum der Blogs die Zelfi AG.Für mich sieht das nach Spam aus. Von hinten durch die kalte Küche, oder so ähnlich.
Tja, da werde ich doch die Zelfi AG mal anschreiben. Vielleicht ist das ganze ja ein “Versehen”. Auf die dummen Ausreden bin ich jetzt schon mal gespamt.
Nachsatz: Die schrecken ja vor nichts zurück. Selbst die Kommentare in dem Schnappbumsblog sind gefakt.
Nachsatz 1: Ersetze die Wörter “sind gefakt” durch “scheinen gefakt zu sein”.
Man weiß ja nie, wofür es gut ist.
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4, 12, 2007 um 19:14 Uhr
Hey DAS ist das Web 2.0, gibt den Spinnern, oops Spammern was sie verdienen.
4, 12, 2007 um 20:26 Uhr
Spammer können ja manchmal kreativ sein. So bekomme ich immer öfter NDRs, die allerdings noch einige Scönheitsfehler haben: so enthält die Ursprungsadresse (also meine) Großbuchstaben und der Text ist Werbung die mich erreichen soll. Aber ansonsten hübsch gemacht (aber trotzdem lästig).
Und wo sind eigentlich die Nigerianer abgeblieben?
Pingback: Unser täglich Spam
4, 12, 2007 um 21:34 Uhr
Sehr geehrter Herr Borgmann,
es tut uns sehr leid, dass Sie sich durch unsere Twitter Aktivitäten belästigt fühlen und wir werden es selbstverständlich unterlassen, Sie dort nochmals zu “followen”.
Die von Ihnen genannten Personen schreiben Blogs im Auftrag der Zelfi AG. Zur Vermarktung dieser Blogs habe ich die Autoren gebeten, auch in Twitter aktiv zu werden und dort Vernetzung zu betreiben.
Ihrer Einschätzung, dass diese Vernetzung Spam sein soll, kann ich jedoch nicht folgen. Ein “Follow” bei Twitter bedeutet ja nichts anderes, als dass derjenige, der auf “Follow” klickt, des anderen Updates bei sich einbindet. Es ist also eine Form von Social Networking und widerspricht m.E. weder den Twitter Richtlinien, noch geltendem Recht.
Mit freundlichen Grüßen,
Andreas Berg.
4, 12, 2007 um 22:32 Uhr
Lieber Herr Berg,
hätten Sie doch lieber etwas a la “Ich kann mich nicht erinnern, Ehrenwort” geschrieben…
5, 12, 2007 um 17:47 Uhr
@Andreas Berg: Netter Versuch. Den weisen Worten des Kublai Khan habe ich allerdings nichts mehr hinzuzufügen.
@Ralf: Spammer sind wie Schiethausfliegen. Die wird man auch nur sehr schwer los. Eine Frage habe ich: was sind NDRs. Darunter kann ich mir im Augenblick nichts vorstellen.
5, 12, 2007 um 19:18 Uhr
NDR (non delivery report) bekommt man wenn eine gesendete Mail aus irgenteinen Grund nicht am Bestimmungsort ankommt. Der Inhalt ist unter anderem: der komplette Mail-Header, der Grund der Nichtzustellung sowie der Ursprungstext.
Die ersten Zeilen:
This message was created automatically by mail delivery software.
A message that you sent could not be delivered to one or more of its recipients. This is a permanent error. The following address(es) failed:
majordomo@casymir.de
retry timeout exceeded
—— This is a copy of the message, including all the headers. ——
5, 12, 2007 um 21:03 Uhr
ok. Kenne ich. Wenn sowas im Postfach ist, und ich vorher keine Mail geschickt habe, wandern die Dinger gleich in den Müll.
7, 12, 2007 um 2:40 Uhr
Gut, dass ich beim Lesen der Antwort von Herrn Berg keinen Kaffee im Mund hatte, das hätte sonst eine furchtbare Sauerei gegeben. Spam ist also keine Spam, wenn der Spammer den Missbrauch von Kommunikationseinrichtungen für den Werbetransport nicht als Spam erachtet.
Gut, dass er mir nicht gegenübersitzt, diese gnadenlos dreiste Spamsprecher. Ich würde meine Reaktion auch nicht als das erachten, was sie juristisch leider wäre.
(Immer daran denken: Für einen “Affekt” hat man drei Sekunden Zeit.)