Crewmitglieder, vorzugsweise weibliche, erhalten hier einen kleinen Einblick in die Bedeutung gewisser Redensarten, die an Bord üblich sind und vom Skipper ausgesprochen werden:
Du hast alle Zeit der Welt.
Dieser Satz wird meist vor Anlegemanövern fallengelassen und soll vermitteln, dass keine besondere Eile nötig ist.
Bedeutet in der Praxis: Jetzt aber hoppchen, hoppchen. Fender raus, Tampen über die hinteren Poller, nach vorne rennen, Leinen rüber werfen, falls da jemand steht, falls nicht, mit eben jenen in der Hand über den Bug hechten auf den Steg, ohne sich die Füsse zu verrenken, festmachen und möglichst das alles mit einem bezaubernden Lächeln auf den Lippen.
Das zieht an uns vorbei.
Dient zur Beruhigung der Crew angesichts dunkler Wolken am Himmel und soll Kenntniss als Meterologe beweisen. Die entsprechende Handbewegung fährt dabei vielsagen durch die Luft.
Bedeutet in der Praxis: Innerhalb der nächsten 10 Minuten kommt entweder eine Boenwalze angerauscht oder ein heftiges Gewitter mit entsprechendem Starkregen nicht unter 2 Stunden bricht los.
Das wird ein schöner Segeltag.
Trotz dunkler Wolken am Himmel und äußerst bescheidener Wettervorhersage soll Optimismus an Bord verbreitet werden und die Crew auf einen lustigen Tag an Bord einstimmen.
Bedeutung in der Praxis: siehe unter : Das zieht an uns vorbei
Die nächsten Lektion zur Erlernung der äußerst komplizierten Seglersprache folgt in den nächsten Tagen.
Bis dahin: fleißig lernen.
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Die nächste Lektion folgt in den nächsten Tagen.


25, 8, 2007 um 15:50 Uhr
Das kann ich nur bestätigen. Wenngleich es auch äusserst beruhigend wirkt besoneders dann wenn ein gewitter aufzieht.
Viele Grüße aus Zinnowitz
28, 8, 2007 um 15:46 Uhr
Danke für die Grüße.