Angesicht der momentanen Wetterlage werde ich melancholisch. In mir erwachen Erinnerungen an den Sommer 2004. Wir waren mit dem Boot unterwegs in Dänemark und hatten eigentlich vorgehabt, rund Seeland und Fünen zu segeln. Dabei liegt die Betonung auf: hatten.
Die Wetterlage war ähnlich wie im Augenblick. Regen, Gewitter, viel Wind . Und für die Jahreszeit zu kühl. Wobei das noch geschmeichelt ist. Es war saukalt, und unser Heizlüfter lief sich einen Wolf. Dass er seinen Geist erst aufgab, als wir schon wieder in heimischen Gefilden waren, rechne ich ihm heute noch hoch an.
Die Stimmung an Bord wechselte bei Skipper und Crew tageweise. Mal hing der Skipper durch und sinnierte darüber nach, ob es Sinn habe, überhaupt noch zu segeln. Dann wieder war die Crew mürrisch und gereizt und tigerte durch die 9 qm Lebensraum, wobei sich die Frage stellt, was es da groß zu tigern gab. Zwei Schritt hin, drei zurück. Damit war der Freilauf auch schon beendet. Zwischendurch versuchte der eine, den anderen aufzuheitern.
Wir setzten uns ein Ziel: wenn wir an dem und dem Ort sind, und die Wetterlage sich bis dahin nicht wesentlich gebessert hat, brechen wir den Törn ab und sehen zu, dass wir möglichst schnell den Heimathafen erreichen. Es machte einfach keinen Spaß mehr, selbst zum Klo im Hafen mit Schwerwetterzeug und Gummistiefel stiefeln zu müssen.
Unter dem Eindruck der Geschehnisse entstand eine kleine Geschichte, mehr oder weniger aus Wortspielereien und Blödeleien, zu denen wir trotz des Frustes immer noch in der Lage waren und die, wie ich finde, gut zum diesjährigen Sommer passt.
Titel des Machwerkes: Sommergeschichte – Damals in 2004.
Trotz alledem wollen wir nächste Woche einen neuen Versuch starten, in diesem Jahr noch zu segeln. Vielleicht hat das Wetter ein Einsehen und spielt mit. Hier wird es dann etwas ruhiger werden. Da wir aber innerhalb Deutschlands bleiben, wird es mit dem Internet hoffentlich nicht ganz so problematisch und teuer sein wie in den skandinavischen Ländern.
Außerdem gibt es ja noch Twitter per Handy. Hin und wieder werde ich wohl darauf zurückgreifen. Wünsche allen eine schöne Zeit.
Passt auf euch auf.
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10, 7, 2007 um 23:26 Uhr
die wetterprognosen sind äußerst vielversprechend, wie ich gerade gehört habe indsofern viel spaß in den heimischen gewässern
nag nag nag
11, 7, 2007 um 0:23 Uhr
Nix dauert ewig und das Sauwetter hört irgendwann auch wieder auf. Schließlich will ich im August auch hoch ins Achterwasser.
11, 7, 2007 um 0:29 Uhr
Ähm, war das etwa schon der Abschied?
Dann wünsche ich gute Reise, Mast und Schotbruch und immer die berühmte handbreit Wasser unterm Kiel
11, 7, 2007 um 13:27 Uhr
@pulmoll: ich hoffe, dass wir da auch ankommen, im peenestrom und achterwasser. Alles Gute von uns.
Ansonsten dir auch alles Gute und den Seglergruß zurück.
@stockfisch: Vielleicht sehen wir uns im Achterwasser ja doch noch im August. Gebe wahrscheinlich per Twitter Standortberichte ab.