Wer erinnert sich eigentlich noch daran, dass Peer Steinbrück vor gut einem Jahr der Meinung war, die Deutschen sollten den Gürtel enger schnallen und auf ihren Urlaub verzichten, damit sie das eingesparte Geld für ihre Rente anlegen können. Da hat jemand gut krähen, der selbst auf seine alten Tage eine fette Pension zu erwarten hat. Und wahrscheinlich, wenn er denn mal aus der Politik ausgeschieden ist, sich nebenbei als Berater der Wirtschaft ein kleines Zubrot verdienen kann.
Eben dieser Herr Steinbrück hat sich nun in den Urlaub abgeseilt. Daher kann er weder an dem Treffen der G-7 Finanzminister noch an der Frühjahrstagung des IWF teilnehmen. Braucht er auch nicht, nach Meinung seines Sprechers Torsten Albig.
Zitat Hannover Allgemeine Zeitung vom 11.4.2007:
“Staatssekretär Mirow, der den Minister in Washington vertrete, sei schließlich ein Fachmann auf den fraglichen Gebieten. Bei diesen handele es sich ohnehin um “08/15-Ritualthemen”, das Treffen sei kein Olymp des politischen Geschäfts, sondern mühselige Bürokratie.”
“Für den Finanzminister gibt es noch wichtigere Dinge als die Teilnahme an einem G-7Treffen”
Eben. Urlaub machen. Ich möchte wissen, was mit dem Arbeitnehmer geschieht, der mit der gleichen Einstellung im täglichen Leben seinen Job versieht.
“Nö, hab ich jetzt keine Lust zu. Diese dusselige Betriebsprüfung stinkt mich eh an. Immer diese dämlichen Fragen vom Finanzbeamten beantworten. Ist mir wirklich zu blöd. Soll der Schulz das doch machen. Und tschüss.”
Den Beamten in seinem Haus hat Steinbrück im Übrigen eine Urlaubssperre verpasst.
Zitat HAZ :
“Nach Presseberichten hat Steinbrück eine Urlaubssperre in den Fachabteilungen für Europa und die Internationale Finanzpolitik in seinem Haus verhängt. Während der deutschen Ratspräsidentschaft und dem Vorsitz beim Weltwirtschaftsgipfel dürfe niemand fehlen, habe er die Maßnahme begründen.”
Ist schon toll, wenn der oberste Dienstherr so konsequent als leuchtendes Beispiel vorangeht.
Und da ich gerade beim Thema: Wasser predigen und Wein saufen bin. Wer erinnert sich den noch an Herrn Wolfowitz? Ja, genau der Wolfowitz. Scharfmacher und Mitplaner des Irak Krieges und dicker Freund von Onkel Jorsche. Heute Präsident der Weltbank und angetreten mit dem hehren Ziel, der Korruption Einhalt zu gebieten.
Leider hat ihn jetzt eine kleine Affäre ereilt und droht, ihn hinwegzuraffen. Nein, nicht körperlich. Das wäre ja noch schöner. Herr Wolfowitz ist über seine Freundin gestolpert. Die kommt zwar nicht aus Brasilien, aber gut verdient hat sie eben auch. Ausnahmsweise hat hier der Paul, nicht der Peter, dafür gesorgt dass eine Dame mehr Geld bekommt, als ihr zusteht. Mittlerweile werden Rufe laut, der kleine Mann mit den großen Ohren solle zurücktreten.
Ich habe eine gute Idee. Schickt den Kerl in den Irak. Onkel Jorsche hat doch gerade gestern wieder gesagt, die Iraker sollen mehr Verantwortung übernehmen und für ihre Sicherheit tun.
Da könnte an Wolfowitz doch ein Exempel statuiert werden. Sozusagen als Wiedergutmachung. Mir fallen dazu viele schöne Sachen ein.
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