aus der Serie der abgeschlossene Roman.
Kaum dass sie die Feier verlassen hatten, in ihr Auto gestiegen und losgefahren waren, gerieten sie an der nächsten Kreuzung in eine Polizeikontrolle. Es war Samstagnacht, und eigentlich war es klar, dass die Bullen im Einsatz auf der Jagd nach Alkoholsünder waren.
"Nur gut, dass ich nichts getrunken haben" sagte er zu seiner Frau und bremste ab, um zu halten. Einer der Polizisten trat an ihren Wagen heran und forderte ihn auf, auszusteigen. "Papiere" murmelte er kaum verständlich. Horst reichte ihm die gewünschten Dokumente mit einem Lächeln. "Getrunken hab ich nichts, ich trinke nie, wenn ich fahre. Verstehen Sie. Ich bin Berufskraftfahrer und brauche meinen Führerschein." erklärte er. " Wir waren auch nicht in der Disko. " fügte er noch scherzhaft hinzu.
Der Polizist blickte kurz hoch und vertiefte sich weiter in die Papiere. "Mein Gott", dachte Horst. "Hab ich hier ein Pisa-Exemplar erwischt, wie lange dauert es denn noch, bis er alles gelesen hat?" In der Tat hatte der junge Mann den Finger beim Lesen zur Hilfe genommen und bewegte seine Lippen. So, wie es Kevin, Horsts Enkel, der gerade im ersten Schuljahr war, tat, wenn er seinem Opa etwas vorlesen wollte.
"Etwas nicht in Ordnung?" wollte Horst wissen. Der Beamte schüttelte mit dem Kopf. "Doch, doch. Mit den Papieren ist alles klar." Er reichte die Unterlagen zurück.
"Tja, dann kann ich ja wieder fahren. Oder gibt es sonst noch was?" Der Beamte kniff die Augen zusammen: "Hauchen sie mich mal an." "Ich habe ihnen doch erklärt, dass ich nichts getrunken habe, warum soll ich denn…." fragte Horst.
Der Polizist winkte seinen Kollegen heran, der etwas abseits stand und einen Schäferhund an seiner Seite hatte. "He, komm mal rüber. Hier macht einer Ärger." Horst machte eine abwehrende Handbewegung: "Verzeihung, ich mache keinen Ärger. Ich sagte nur, ich habe nichts getrunken…."
Inzwischen war der Kollege war bei ihnen angelangt. Der Hund zog an der Leine, zerrte zum Wagen hin, sprang auf die Sitze, schnüffelte aufgeregt und schlug an. Horst schüttelte irritiert den Kopf. Wie in Trance wiederholte er: "Ich hab nicht getrunken und Drogen nehme ich auch nicht, so glauben sie mir doch."
Der dazugekommene Polizist steckte seinen Kopf in das Innere des Autos, verharrte eine Weile in dieser Stellung und sagte plötzlich laut und vernehmlich: "Aha, deswegen wollten sie meinen Kollegen nicht anhauchen. War die Vermutung doch richtig. In ihrem Auto stinkt es nach kaltem Zigarettenrauch. Da nützt es auch nichts, dass sie den Aschenbecher geleert haben. Sie haben trotz Rauchverbots im Auto gequalmt. Unser Raucherhund hat sie soeben überführt."
Er tätschelte dem Hund über den Kopf. "Brav, fein gemacht Hasso , du hattest mal wieder den richtigen Riecher, alte Spürnase."
Wortlos sackte Horst in sich zusammen.
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18, 2, 2007 um 1:39 Uhr
Täm-dä, täm-da, täm-dä.
Der neueste Witz mit dem Rauchverbot im Auto könnte von der Fasenacht sein.
18, 2, 2007 um 20:39 Uhr
Das ist kein Witz, das ist wahrscheinlich nur die neueste Variante von Klimaschutz: Die nichtrauchenden Autofahrer werden bestimmt beim CO2-Ausstoss mitgerechnet …
19, 2, 2007 um 23:14 Uhr
Macht sich doch gut im Handel mit Emissionsrechten, da nimmt man alles, was man kriegen kann, um gut dazustehen und noch Kohle zu machen….
22, 2, 2007 um 17:17 Uhr
Die eigentliche Aussage besteht darin, dass dem verdammten Bullenpack ein neues Mittel der Schikane an die Hand gegeben wird. Ja ja, die machen nur ihren Job…blabla, denen geht regelmaeßiger Einer ab, wenn sie sich mal wieder wegen Nichtigkeiten vom Gesetz gedeckt aufspielen koennen, aber wenn sie wirklich gebraucht werden, machen sie die Sirene an, um den/die Taeter nach Moeglichkeit schon von weitem ueber ihre baldige Ankunft in Kenntnis zu setzen (ein Aufeinandertreffen koennte ja auch in Gefahr bzw. (Schreib-)Arbeit ausarten), oder warten so lange im Auto bis sich die Sache erledigt hat und sie vor dem uebrig gebliebenen Rest bzw. den Geschaedigten ihre Lebensweisheiten auspacken koennen.
^^Meine persoenliche, subjektive Meinung…