Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

Towarisch

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Oh herje, jetzt ist der Westen aber beleidigt. Vor allen Dingen die Amerikaner fühlen sich brüskiert. Da hat dieser Putin auf der Sicherheitskonferenz in München doch die Chuzpe auszusprechen, was viele nicht zu denken wagen.

Amerika strebe die Weltherrschaft an und schrecke immer weniger vor militärischer Mittel zurück, um Freiheit und Demokratie bis in den letzten Winkel der Welt zu bringen. Politische Lösungen würden kaum noch angestrebt.

Vladimir, das verstehst du nicht, manche Menschen Völker müssen eben zu ihrem Glück gezwungen werden.

Außerdem ist Vladimir nach seinen Aussagen not amused darüber, dass ihm George Dobbelju einige Raketen vor die Tür stellen will. Natürlich nicht in böser Absicht, versteht sich, nur zur Sicherung nationaler Interessen. Amerika ist ja inzwischen überall. Hat er aber trotzdem nicht so gerne. Bis hier hin und nicht weiter, scheint er sagen zu wollen.

Raketen vor der Haustür? Was fällt mir dabei denn ein. Kuba? Nato-Doppelbeschluss, Nachrüstung. War sonst noch was?

Jau, auch unser Angie hat gemäßigt Kritik in München geübt. Mit viel gutem Willen kann man die vielleicht herauslesen:

"Kein Land der Welt hat genug Macht, Geld und Einfluss, um sich allein den Herausforderungen zu stellen", sagt Merkel. In diesem Zusammenhang bezeichnet sie auch den Klimawandel als eine der großen Bedrohungen für die Welt."

Nee, Angie, da muss ich dich jetzt mal korrigieren. Die größte Bedrohung für die Welt geht zurzeit von deinem geliebten George Dobbelju aus, auch wenn du das nicht so gerne hörst. Und dann kommt erst der Klimawandel. Wenn der George so weiter macht, landen wir alle in einem Krieg, gegen der letzte ein Waldspaziergang war, und dann ist er Klimawandel für uns ohnehin kein Thema mehr. Denk mal darüber nach.

Ich kann es ja verstehen, wenn Angie dem Bush so in den Hintern kriecht relativ unkritisch gegenüber steht. Als Mädchen des Ostens hat sie jahrelang unter dem unmenschlichen sozialistischen System gelitten und kreidet das den Russen an. Sie hat da wohl ihr ganz persönliches Trauma und glaubt deshalb, alles was die Amerikaner machen, sei selbstlos und von wahrer Menschliebe getrieben.

Ach Angie, wenn du dich mal nicht irrst. Wäre es nicht zum kalten Krieg gekommen durch den Korea-Krieg, hätten die Amis auf Deutschland was geschissen. Und die Freiheit haben euch nicht die Amerikaner gebracht 1989, da verwechselt du was. Hast dich ja bei George beim Grillen im letzten Jahr dafür bedankt. Das war nicht der George auf den Montagsdemonstrationen, das waren deine Landsleute. Was hast du eigentlich derweil gemacht, als die Leute in Leipzig vor der Nikolai-Kirche standen?

Wenn ich schon gerade mal dabei bin. Wenn du ein Trauma mit deiner sozialistischen Vergangenheit hast, dann solltest du auf die Couch gehen anstatt mutwillig das in drei Jahrzehnten mühsam aufgebaute Vertrauensverhältnis zu Russland aufs Spiel zu setzen. Ich war bestimmt kein Freund deines dicken Vorvorgängers Helmut , aber sein Bemühen um die russischen Politiker habe ich ihm hoch angerechnet. Es war ein hartes Stück Arbeit , von Politikern der SPD und später auch der CDU, soweit zu kommen, dass sich Russen und Deutsche einigermaßen unverkrampft aufeinander zu bewegten.

Und was unsere besondere Verantwortung für die Geschichte angeht, die du auch so oft bemühst und scheint's immer nur auf den Staat Israel beziehst, dann solltest du und deine Regierungshansel nicht vergessen, dass Deutschland auch Russland überfallen hat und die Russen die Nation mit den meisten Opfern des zweiten Weltkrieges sind. Wir haben wirklich eine besondere Verantwortung, keine Kriege mehr zu führen und uns nicht in solche von anderen hineinziehen zu lassen.

Auch wenn diese anderen behaupten, sie kämpfen für Frieden, Freiheit und Demokratie und wir hätten uns daran gefälligst zu beteiligen. Wer bestimmt den die Richtlinien? Wir verteidigen Amerikas Interessen, nicht unsere. Auch wenn ein Herr Struck da anderer Meinung ist. Deutschlands Freiheit muss nicht am Hindukusch verteidigt werden.

Sondern hier in Deutschland. Gegen Leute wie Jung, Schäuble, Beckstein, Schünemann und die anderen Scharfmacher, die beständig dabei sind, unsere Rechte einzuschränken.

Dagegen muss gekämpft werden. Wie auch immer.

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Ein Kommentar

  1. Bipolar war die Welt sicherer.

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