Ach ja, ich hatte ihn schon richtig vermisst, den Schwarm aller Schwiergermütter, unseren niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff.
Das ist der, der früher immer so gut moralaposteln konnte, als Schröder noch das Amt inne hatte. Jesses, was war er doch gradlinig, der Herr Wulff. Immer einen auf heile Familie und Strahlepöter. Im Grunde aber auch nur ein Politiker wie jeder andere.
Schwierig, schwierig, da weiter den Saubermann zu geben. Das geht dann nur noch, wenn es Leute gibt, die ganz andere Sauereien machen. Da echauffiert Herr Wulff sich dann so richtig und schmeißt sich vor den Karren der Hartz IV Empfänger.
Zitat HAZ 26.01.07
"Hartz IV darf nicht mehr "Hartz IV" heißen, sagte gestern der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff. Nach der Verurteilung des früheren VW-Arbeitsdirektors wegen Untreue und Begünstigung von Betriebsräten dürfe "Hartz nicht mehr Namensgeber von Reformgesetzen sein".
Lieber Christian Wulff, hast du eigentlich keine anderen Sorgen? Dieses Reformgesetz ist Mist und bleibt Mist für die Betroffenen, egal wessen Namen es trägt. Alles andere ist Augenwischerei. Den Betroffenen geht es keinen Deut besser, wenn ihr es umbenennt. Mir fällt nur ein passender Name dafür ein: Arbeitslosen-Bestrafungsgesetz. Aber da wollt ihr sicherlich nicht ran. Dein Kollege Bosbach hat in Berlin den gleichen Schwachsinn abgesondert. Medienwirksam versteht.
Zitat HAZ 26.01.07
"Viele Betroffene sprechen mich darauf an, dass die Namensgebung schnellstens geändert werden sollte. " sagte Wolfgang Bosbach ´, innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion, nach der Urteilsverkündung. Seiner Meinung nach sollte nur noch vom "Arbeitlsosengeld II" oder "ALG II" gesprochen werden. Es sei künftig nicht mehr vermittelbar, wenn der Name eines verurteilten Straftäters für eine so (Einwurf des Dwarslöpers: haltet Euch fest, jetzt kommts) bedeutende Reform steht.
Wieso eigentlich nicht? Dann werden wir wenigstens immer daran erinnert, dass die wahren Sozialschmarotzer ganz woanders sitzen. Ähm, noch eins, Wolferl, denk doch noch mal richtig nach. Haben die Betroffenen nicht vielleicht gesagt, dass das Gesetz geändert werden sollte?
Bosbach weiter: (mein Lieblingszitat)
Trotz der Verurteilung dürfe nicht vergessen werden, dass sich Peter Hartz lange Zeit in den Dienst der Politik gestellt habe. Der VW-Manager habe bleibende Verdienste."
Jetzt werde ich aber schon stutzig. Der hat sich lange in den Dienst der Politik gestellt? Wie jetzt? Schmiergelder gezahlt? Puffbesuche organisiert oder wie darf ich das interpetieren? Du solltest dich klarer audrücken, Wolferl. Unter Umständen führt eine solche Aussage zu Irrtümern. Und zack, hast du morgen in einer großen deutschen Zeitung ganz große, fette Schlagzeilen. Du weißt doch wie das geht.
Ich mache mal einen ganz anderen Vorschlag zum Hartz IV Gesetz: Lasst den Namen wie er ist, und bezahlt den Arbeitslosen einfach zweimal im Jahr eine Reise nach Barcelona auf Kosten der Vorstände der Bundesarbeitsagentur, die gerade dabei sind, den Wasserkopf etwas aufzublähen. Ich kann den Wahrheitsgehalt dieser Nachricht leider nicht prüfen, zitiere aber trotzdem nochmal die HAZ vom heutigen Tage:
"Die Bundesagentur für Arbeit gibt sich eine neue Führungsstruktur. Nach Informationen dieser Zeitung aus der Arbeitsverwaltung soll die Behörde voraussichtlich ab Februar von vier neuen Generalbevollmächtigten unterhalb des dreiköpfigen Agentur-Vorstandes gemanagt werden."
Und da heißt es immer, die Agentur für Arbeit macht nichts. Versteh ich gar nicht.
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26, 1, 2007 um 16:28 Uhr
Die Deutsche Elite hat noch einmal der Deutschen Leitkultur Schaden zugefügt.
27, 1, 2007 um 2:30 Uhr
Das ist allerdings bemerkenswert, teuerste Frau Dauni. Denn Peter Hartz hatte ebendies bereits gefordert, bevor die Reform in Kraft trat, weil sie seinen Angaben zufolge zu diesem Zeitpunkt bereits nichts mehr mit seinen Entwüfen gemein hatte.
28, 1, 2007 um 14:52 Uhr
Ich denke,wehrter Herr Fellow Passenger, dass Herr Hartz fürchtete, sein guter Name könne in Verruf geraten.