Keiner kann mir nachsagen, dass ich mich eine durch große Zuneigung zu Amerika auszeichne. Wobei natürlich ein völlig falsches Bild entsteht. Nicht der einzelne Mensch ist mir zuwider, nur weil er Amerikaner ist. Soweit kann ich schon noch differenzieren.
Es ist die amerikanische Politik, die betrieben wird. Dieser Anspruch, der übrigen Welt vorzuschreiben, was gut und böse ist. Und jeden, der diese Sichtweise nicht übernimmt, zu verteufeln. Ich habe etwas gegen diesen Gröfaz, der bisher nur Unheil angerichtet hat. Vietnam lässt grüßen. In der Riege der amerikanischen Armleuchter von Präsidenten bisher der größte.
Nicht auszudenken, was passiert, sollte es noch eine Steigerung geben.
Heute allerdings habe ich mich über eine Nachricht aus Amerika richtig gefreut. Nicht klammheimlich, sondern richtig fett gefreut.
In Houston wurde der frühere Enron Chef Skilling zu einer Haftstrafe von 24 Jahren verurteilt. Gemeinsam mit seine Kompagnon Kenneth Lay hatte er das Unternehmen durch Betrügereien, Missmanagement und persönliche Bereicherung vor den Baum gefahren. Tausende Mitarbeiter wurden um ihren Job gebracht, verloren ihre Altersvorsorge, ihre investierten Ersparnisse.
Zur Zeit befindet er sich mit einer elektronischen Fessel unter Hausarrest.
24 Jahre Haft für einen Manager. Dieses Urteil sollte hier Schule machen. Der Personenkreis der in Pflicht zunehmenden Personen müßte allerdings auf unfähige Politiker ausgedehnt werden.
Das würde mir doch glatt meinen Glauben an Gerechtigkeit wiedergeben.
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29, 10, 2006 um 23:02 Uhr
Das Amerikanische Gestetz ist da härter. Das sollte auch bei uns so sein.
Hier wird imer noch zu weich gespült.
Ich denke dabei zum Beispiel an die Haffa Brüder oder an Ackermann und Kleinfeld und noch so viele mehr. Unsere Politiker aber gar nicht so erpicht darauf die Gesetze zu änderen. Hängen die doch selbst in den Aufsichtsräten mit drin.