Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

Ein Herz für Tiere

| 3 Kommentare

Ich habe es gewusst. Eigentlich habe ich es immer gewusst.

Sie sind gut. Edel und gut. Die Amerikaner. Sie lassen niemanden in seinem Elend allein. Mit einigen Ausnahmen, die natürlich sein müssen. Wegen der nationalen Interessen. Aber sonst?

Heute wurde mir der endgültige Beweis für ihr Mitgefühl, ihre Anteilnahme und ihre Opferbereitschaft geliefert.

Eine Luftbrücke für Tiere. Helfer fliegen 300 im Krieg verlassene Haustiere aus dem Libanon in die USA aus, die dort jetzt ein neues Zuhause finden sollen. (Quelle:HAZ)

Ist es nicht rührend? Holt mir mein Taschentuch, damit ich die Tränen wegwischen kann.

Ich zitiere weiter:

"Wir haben bereits eine Menge Anfragen von Leuten, die die Hunde und Katzen aufnehmen wollen. Die Kosten für die Luftbrücke belaufen sich auf 250.000 Dollar (195.000 Euro), die zumeist durch Spenden von Tierfreunden aufgebracht wurden."

Schön, wirklich schön. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Aber am tollsten ist diese Aussage:

Die Deutsche Jutta S., die als freiwillige Helferin bei BETA arbeitet, ist froh über die Luftbrücke. "Das ist eine gute Sache" meinte sie. . Die Menschen im Libanon hätten kein richtiges Verhältnis zu Tieren. Tierschutzgesetze gäbe es nicht.

Also, das ist nun wirklich eine Schweinerei. Der Ausdruck sei erlaubt in diesem Zusammenhang. 

Die haben überhaupt kein Verhältnis zu Tieren. Anstatt sich um diese armen Wesen zu kümmern, scheren sie sich nur um ihre zerbombten Wohnungen und die eigenen Gören, typisch für diese Leute. Eben eine ganz andere Mentalität, diese Arabs.

Ich bin ja so froh, dass es solche Menschen gibt wie Jutta S. und die Amerikaner. Endlich schöpfe ich in dieser grausamen Welt wieder Hoffnung.

Wir in Deutschland sind da ja Vorreiter, in Sachen Tierschutz und dem Umgang mit Tieren. Sieht man ja immer auf den Spielplätzen, wie da die süßen Wauwis rumtoben. Sind ja ohnehin leer, die Spielplätze. Wer will denn schon Kinder? Hunde sind dankbar. Und gehorchen aufs Wort.

Bevor ich jetzt vor zerschmelze vor soviel Menschlichkeit gestattet mir eine, wenn auch zugegebener Maßen unwichtige, Frage:

Wie viele verwaiste Kinder aus dem Libanon durften gleich noch in die USA?

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3 Kommentare

  1. Man wundert sich wirklich. Dabei gibt es im Libanon nicht mal Erdölreserven.

  2. Ich denke das es ein allgemein gesellschaftliches Problem ist. Ich bin defintiv für den Tierschutz, aber wenn wir bei Menschen weiterhin wegsehen werden wir nie weiterkommen.

  3. @einhandsegler: dass heisst aber nicht, dass es keine nationale Interessen der Amis da gibt ;-) wir verteidigen unser Land ja auch am Hindukusch

    @toby: dieser Fall zeigt schlicht und ergreifend mal wieder die Verlogenheit der Gesellschaft. Heult euch die Augen aus wegen Hunde und Katzen, Kinder können ruhig verrecken. Ich weiss, das klingt bitter. Ist es auch. Wobei ich nicht gegen den Tierschutz ansich habe.

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