Ich find so vieles nicht gut
bin traurig und voll Wut
Die Zuversicht verließ mich irgendwann
Dieses Schiff hat ein Leck
es hat doch keinen Zweck
zu kämpfen, wenn man nichts mehr ändern kann
Manchmal sage ich zu mir,
wirf doch die Karten hin
denn nur wer falsch spielt, kann in dieser Zeit gewinnen.
Wer Ideale hat,
braucht gar nicht zu beginnen
Und auf Vernunft zu setzen, ist ganz ohne Sinn.
Wenn man dann doch kämpft
kämpft man gegen bessres Wissen,
weil ja der Ausgang längst beschlossne Sache ist.
Es geht um Macht -
und Macht ist Geld
Erlaubt ist, was die Macht erhält.
Wer da nicht mitmacht, ist verrückt
oder zumindest Anarchist.
Oft denk ich mutlos,wenn ich noch fünfzig werd,
bevor das das Pulverfaß hier hoch geht,
ist's ein Wunder
Sie spieln überall mit Feuer und mit Zunder,
und eine Tages wird das Irrenhaus zerstört.
Ich habe Angst, ich gebe zu,
ich möchte abhaun,
doch alle Türen sind versperrt, es ist zu spät.
was mir noch Kraft gibt – das bist du
Das ist mein Ernst
ich halt mich fest an dir, wenn alles untergeht…
Denn du und ich das ist wahr,
sind für einander da
Ich hoffe wir sind stark
du und ich
Eines ist für mich klar
im Schatten der Gefahr
sind wir uns doppelt nah.
du und ich.
Oringaltext: Robert Long
Für alle Menschen, die noch leben.
Zitat aus Schwerdtfegers Weblog:
Es mag daran liegen, dass ich mich noch als lebender fühle und deshalb einen verbalen angriff auf das leben selbst auch als einen persönlichen angriff verstehe. An einem menschen, der das nicht mehr fühlt, ist meiner meinung nach das leben verschwendet.

