Sind heute in Skagen angekommen. Haben gestern noch in Sæby St. Hans miterlebt, das daenische Mittsommernacht, das so voellig anders ist als das schwedische.
Den ganzen Tag uber gab es Veranstaltung am Hafen. Hauptsaechlich bestanden diese aus Schuelergruppen, die Musik machten. Die einen mehr,



die anderen weniger gut. Aber gerade darin lag der besondere Reiz.


Schon bewundernswert, wie Knirpse von kaum 8 Jahren die Tuba zum Jazzstueck spielten, ein Instrument hielten, hinter dem sie kaum zu sehen waren.


Beim Entenrennen

auf dem kleinen Fluss Å machten die Schwaene lange Haelse.

Solche kleinen gelben Viecher hatten sie wohl noch nie gesehen. Ich hatte den Eindruck, sie schuettelten etwas ueberheblich die Koepfe. Typisch Mensch, schienen sie sagen zu wollen.
Ein jaeher Windstoss fegte einem Mann die Muetze vom Kopf, die im Wasser landete. Versuche, sie an Land zu holen, schlugen fehl. Mein Skipper, blitzschnell reagierend, nahm einen kleinen Maedchen einen "Stock" aus der Hand, lief zum Wasser und rettete die Kopfbedeckung. Erst das verdutzte Gesicht des Kindes, das dann auch zu weinen begann, liess mich naeher hinschauen. Und dann sah ich die Bescherung. Der Stock war ein "Stockbrot" gewesen, dass die Kleine sich braten wollte. Irgendwie Situationskomik. Hier der stolze Muetzenretter, da ein voellig aufgeloestes, plaerendes Kind.
Die Luette war nicht zu troesten und nahm weder die Entschuldigung noch das Angebot, ein neues Brot zu besorgen, an. Wahrscheinlich wird sie noch ihren Enkelkindern erzaehlen, wie ihr beim St.Hans anno 2006 ein Mann ihr Stockbrot entriss. Bleibende Schaeden nicht ausgeschlossen.
Nun wieder zum Fest. Am Strand war ein grosser Reisighaufen aufgetuermt, aus dem ein Hexengesicht schaute.


Zur vorgerueckten Stunde begaben sich die Besucher dorthin, und unter grossen Gejohle wurde der Haufen angezuendet. Dazu wurden froehliche, fuer uns nicht verstaendliche Lieder gesungen.

Eine gemuetliche Atmosphaere. Nicht kommerzialisiert. Die angebotenen Getraenke und Speisen, ueberwiegend Pølser, wurden vom ortsansaessigen Lionsclub verkauft. Der Erloes duerfte wohl Beduerftigen zu Gute kommen.
Ein hyggeliges Fest. So typisch daenisch. Einfach zum wohlfuehlen.
Nun sind wir in Skagen. Morgen geht es weiter nach Marstrand in Schweden. Vielleicht ist es fuer einige Zeit das letztemal, dass ich ans Internet oder in ein Netzwerk komme.


24, 6, 2006 um 17:49 Uhr
Danke.
Deine Urlaubsberichte sind ein bisschen wie “mitreisen” – bei dem Scheiss der hier im Vaterland abgeht eine echte Wohltat!
3, 7, 2006 um 9:42 Uhr
werde weiter berichten, sobald wie moeglich. ist nicht ganz leicht, hier ins internet zu kommen. fussballtaumel in deutschland. wer taumelt, kann leicht stuerzen.
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