Altes lateinisches Sprichwort: es gibt nichts Schlechtes ohne etwas Gutes. Ausgenommen Onkel Jorsche.
Wir sind in Saeby, einer kleinen hyggeligen Stadt mit einem ebensolchen Hafen kurz vor Skagen. Richtig gemütlich. Kleine gelbe und rote Häuser, mit Rosenstöcken davor, schmale Strassen und Gassen, freundliche Menschen. Keine Hektik. Es scheint eine Bilderbuchwelt zu sein.


Ein schmaler Strand voller Algen, Muscheln und Tang. Herrlich, um ausgedehnte Spaziergänge am Wasser zu machen. Keine Bikinibodys ansehen. Nur Möwen, Seeschwalben und…..Meer. Beim Betreten des Strandes knirschen die Muscheln unter meinen Füssen. Ein Geräusch, als ginge ich über Schnee. Ich versuche, ganz sanft aufzutreten um nicht zuviele Schalen zu zertreten. Es gelingt mir natürlich nicht.





Sehe Dwarslöperbeine, die verloren im Sand liegen. Die Möwen haben ihren Besitzern den Garaus gemacht. Eine Delikatesse offensichtlich. Höre auf, kindisch zu werden, sage ich mir.
Ich freue mich darüber, hier zu sein. Zwei oder drei Tage Aufenthalt, wegen starken Windes ab morgen und zerrissenem Großsegel, in das der Wind uns ein Loch geblasen hat.

Um ehrlich zu sein, dass Ding ist schon betagt und in die Jahre gekommen. Wie wir auch. Seufz. Mittlerweile ist es wieder in ordentlichem Zustand dank eines Segelmachers, den wir hier gefunden haben. Der Mann muss ja auch verdienen. Der Wind aber kommt lt. Wetterbericht. Und eins auf die Mütze können weder wir noch unserer altes Segel gebrauchen.. Nee, muss nicht sein. Hatten wir im letzten Jahr genug.
Ein freundlicher Hafenmeister hat mir die Möglichkeit gegeben, hier kostenlos ins Internet mit dem Notebook zu kommen. So kann ich erstmal einen Eintrag und Kommentare schreiben in meine gern gelesenen Blogs. Und das alles in Ruhe, unter Deck sitzend. Der Regen prasselt aufs Oberdeck.
Nachher werde ich nochmal an den Strand gehen. Die Ruhe geniessen und nur den Wellen zuhören.
Für einen Augenblick die Welt, die Politik und die Nachrichten vergessen. Mich einfach nur freuen.



20, 6, 2006 um 23:53 Uhr
da freut man sich doch gleich mit, wenn man das liest:-)
schöne grüße ans meer, von dem ich gerade so sehnsüchtig geträumt habe und reinhold ist wohl eben ein beck ähm bergmann *g*
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