Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

Gehts noch?

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Na wunderbar. Die haben im Chor der Befürworter von Kürzungen für HartzIV Empfänger gerade noch gefehlt.

Die Verbandschefs der deutschen Wohlfahrtsverbände:
Diakonie-Präsident Jürgen Gohde, DRK-Generalsekretär Clemens Graf von Waldburg-Zeil und der Arbeiterwohlfahrts-Vorsitzende Wilhelm Schmidt.

In einem Brief an die Vorsitzenden der Bundesfraktionen fordern sie weitere Einschnitte.

Ich zitiere

Das Arbeitslosengeld II in Höhe von 345 Euro wollen die Verbandsvertreter nicht antasten. Vielmehr solle der Kreis der Anspruchsberechtigten eingeschränkt werden. Anreize für Arbeit sollten im Mittelpunkt stehen und die Leistungen auf die tatsächlich Bedürftigen konzentriert werden. Vor allem Freibeträge auf Einkommen und Vermögen müssten überprüft werden. Außerdem müssten Arbeitslose besser qualifiziert werden.

Bei den beiden letzten Sätze breche ich doch in herzhaftes Lachen aus. Ja, ja. Vermögen. Und besser qualifziert müssen sie werden. Mensch, ich kenne Leute, die haben einen Sachbearbeiter oder Berater noch nie zu Gesicht bekommen, geschweige ein Stellen- oder Weiterbildungsangebot. Die werden nur verwaltet. Sonst nichts.

Ja, meine Herren Verbandschefs, ich habe so meine Zweifel, ob sie überhaupt wissen, was da so in der Praxis läuft. Wahrscheinlich sitzen sie wie alle Großkopferten aus Politik, Gewerkschaften, Wirtschaft und Verbänden in ihrem Wolkenkuckucksheim und reden von Dingen, von denen sie absolut keine Ahnung haben.

Mit satten Bäuchen und vollen Brieftaschen lässt sich vortrefflich über das Schicksale anderer Menschen entscheiden.

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