Heute ist mir siedendheiß eingefallen, dass ich für das neue Jahr keine guten Vorsätze gefasst habe. Peinlich. Dabei schreiben wir schon den 5. Januar 2006.
Um mich herum nur Menschen, die sich tolle Dinge vornehmen. Abnehmen, Sport treiben, mehr Zeit für die Kinder, weniger Zeit mit der Geliebten. Mehr mit dem Lebenspartner unternehmen, weniger bloggen. Und so weiter und so weiter.
Und was ist mit mir? Selbst nach längerem Nachgrübeln fällt mir nichts Richtiges ein.
Abnehmen? Hm, bei 62 kg und 1,68 m nicht unbedingt erforderlich. Gemessen an den mageren Supermodells bin ich zwar vollschlank, dafür habe ich auch nicht so einen beknackten Gang.
Sport treiben? Die lädierten Bandscheiben erinnern mich seit drei Jahren daran. Mein Hampelstudio ist gleich um die Ecke.
Mehr Zeit für die Kinder? Thema durch . Der liebe Kleine ist flügge.
Geliebte? Wer, ich?
Mehr mit dem Partner unternehmen, ok.
Weniger bloggen? Ach nööö.
Just erinnere ich mich an einige Macken, an denen ich mich abarbeiten könnte.
Ich gelobe hoch und heilig, ab sofort:
abgefahrene Fahrkarten, alte Einkaufs- und Kassenzettel gleich zu entsorgen. Noch nach Monaten finde ich sie in meinen Jackentaschen
Andererseits, wenn ich es mir genau überlege, ist es auch interessant darüber nachzudenken, wohin ich am 27.September des Jahres gefahren bin. Oder was am 12. Mai auf dem Speiseplan stand.
Wasserflaschen -und sonstige Behälter mit Schraubverschlüssen wie Senf- und Marmeladengläser sorgfältig zuzudrehen.
Es gibt immer noch Menschen in meiner Umgebung, die diese Gegenstände unsachgemäß am Deckel anfassen, um sie aus dem Schrank nehmen. Eine solche Handhabung verursacht oft hässliche, schwer zu beseitigend Flecken auf Fußboden und Wänden.
Einmaltaschentücher!!! aus den Hosentaschen zu entfernen.
Nach dem Waschvorgang gestaltet sich das ein- und absammeln der weißen Fusseln von dunklen Wäschestücken doch etwas schwierig. Da hat nichtmal Tempo eine brauchbare Lösung gefunden, oder?
Ich fürchte, mein Leben wird richtig langweilig werden.
No risk – no fun.

