Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

17, 12, 2005
von dauni
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Schäubles Traum

Er kam erst wieder zu sich, als er schon im Auto saß. Es war alles so schnell gegangen. Das berstende Geräusch der Wohnungstür, die hastigen Schritte, das Schreien. Sie hatten plötzlich vor seinem Bett gestanden, die Gewehre im Anschlag. Sturmhaubenvermummt.

Als sie ihn aus dem Bett zerrten, verlor er die Besinnung. Schock ähnlicher Zustand. Mit Entsetzen stellte er fest, dass man ihm Handschellen angelegt hatte. Gedanken schwirrten durch seinen Kopf. Wer sind diese Leute? Wo bringen sie mich hin? Er glaubte, sich übergeben zu müssen.

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13, 12, 2005
von dauni
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Ein Mann für alle Fälle

Obwohl ich im Augenblick wieder einmal bemüht bin, die Füße still zu halten und mich nicht jeden Tag aufs Neue aufzuregen über die Meldungen, die über die Nachrichtenticker gehen, muss ich jetzt doch Dampf ablassen.

Was macht eigentlich dieser Traum aller Schwiegermütter, dieser glatt gebügelte, immer freundlich lächelnde Ministerpräsident Christian sonst noch, außer ständig bei jeder Gelegenheit durch die Gegend zu krähen?

Gleich, um welches Thema es sich handelt. Christian hat immer eine Meinung dazu, meist mit erhobenem Zeigefinger und moralischem Anspruch. Vorzugsweise in der BILD Zeitung

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11, 12, 2005
von dauni
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Heisse Nachrichten

Peinliches Ergebnis zum dritten Advent. Was lehrt uns das?

1. Beim Frühstück liest man nicht.
2. Falls man doch liest, hält man gebührenden Abstand
zum Adventskranz und den brennenden Kerzen.

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11, 12, 2005
von dauni
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Der Berg groovt 8

Diese Google-Suchwörter vom Batz haben diesmal zur weiteren Geschehen der Story um Reinhold, Mei und dem Yeti beigetragen. Alle drei bedanken sich artig.

Angesichts der Tatsache, dass meine Einleitung „Was bisher geschah“ zur Geschichte mittlerweile sehr umfangreich geworden ist, weise ich der Einfachheit halber auf die bisherigen Folgen 1-7 hin.

Das Taxi entfernte sich rasch vom Tokio Hotel, der Pension, in der Reinhold und Mei die Nacht verbracht hatten.

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9, 12, 2005
von dauni
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Ich bin doch nicht blöd

Heute betätige ich mich als Boulevard Blog. Warum auch nicht? Wat dem einen sin Uhl, ist dem annern sin Nachtigall.

Eine ganz wichtige Meldung geisterte gestern durch die HAZ. Oliver Pocher, Hannovers WM-Botschafter (wer 30 Jahre Schmalsteig hinnimmt, graust sich vor nix) soll für die Beleidigung einer jungen Frau bei der Außenwette von "Wetten, dass…?" im Januar diesen Jahres stolze 35.000 Euro hinlegen. Fordert der Anwalt der Dame. Wie erinnern uns schwach an den Vorgang.

Ich hatte angenommen, die Angelegenheit sei schon abgehandelt worden. Womit sich deutsche Gerichte so beschäftigen müssen. Schon sehr eigenwillig.

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8, 12, 2005
von dauni
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Bitte recht freundlich

Oh, freuet Euch. Freuet Euch und frohlocket. Bald ist es wieder so weit. Nein, nicht Weihnachten ist gemeint. Und auch nicht der bevorstehende Jahreswechsel.

Etwas ganz neues, gigantisches, noch nie dagewesenes erwartet uns. Eine Imagekampagne. Mehr als das.

Ich zitiere:

Eine Nationale Service- und Freundlichkeitskampagne, eine Initiative des Organisationskomitees der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006™ und der Deutschen Zentrale für Tourismus e. V. (DZT), die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und vom Bundesministerium des Innern finanziert und von der DZT koordiniert wird.

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8, 12, 2005
von dauni
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Lobend erwähnen

Lobend erwähnen

Verscheuchen will ich die trüben Gedanken, die so vortrefflich zum Wetter passen. Und auch einmal über erfreuliche Dinge berichten.

Vor einiger Zeit berichtete ich darüber, dass KarstadtQuelle mich mit Werbung zum Schnäppchen-Preis voll müllt.

Ziemlich wütend, aber sachlich, hatte ich das Unternehmen gebeten, mir nicht nur mitzuteilen, wie sie an meine Daten kommen sind, sondern auch aufgefordert, diese umgehend aus ihrem Datenbestand zu löschen.

Nun muss ich ehrlicherweise gestehen, dass ich nicht mit einer Reaktion gerechnet habe. Aber ich wurde eines besseres belehrt.

Heute Morgen hatte ich ein Schreiben besagter Firma im Briefkasten.

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8, 12, 2005
von dauni
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Ein viertel Jahrhundert

Heute vor 25 Jahren starb John Lennon. Ein Idealist, ein Träumer?

Es hat sich nichts zum Guten gewendet in der Zwischenzeit. Frieden in vielen Teilen der Welt noch immer ein Fremdwort. Menschenrechte ebenso.

Grenzenloser Kapitalismus, auch Globalisierung genannt, greift weiter um sich.
Menschen werden auf Produktionsfaktoren reduziert, Präventionskriege mit dem Hinweis auf die Bedrohung durch den Terrorismus gerechtfertigt. Der Feind sitzt jetzt nicht mehr in Moskau, sondern in Teheran oder Damaskus.

Die Welt ist nicht besser geworden, John. Im Gegenteil. Eine traurige Wahrheit.

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