Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

Im Gedenken an 1989

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Warum wehren wir uns nicht? Warum gehen wir nicht auf die Straßen? Tag für Tag, wie die Menschen damals in Leipzig. Und rufen unseren Bonzen zu: Wir sind das Volk.

Wir sind nicht nur da, um euch in eure Posten zu hieven. Wir haben es satt, von euch als beschimpft zu werden. Als Kostgänger der Steuerzahler. Wir haben es satt, dass man uns klar macht, dass die Alten zu lange leben und das Rentensystem belasten, das zu ändern ihr seit über dreißig Jahren nicht in der Lage ward. Unfähig, wie ihr seid.

Wir haben es satt, dass uns gepredigt wird, wir müssen Opfer bringen, und sich die Vorstände gleichzeitig die Gehälter erhöhen. Wir haben es satt, dass die Unternehmen Gewinne einfahren und im selben Augenblick ankündigen, Personal abzubauen.

Wir haben es satt, mit der Drohung der Verlagerung von Arbeitsplätzen gefügig gemacht und letztendlich doch vor die Tür gesetzt zu werden. Wir haben es satt, dass Unfähigkeit von Managern und Politiker mit dicken Abfindungen und Pensionen belohnt wird.

Wir haben es satt, nur noch als Produktionsfaktor angesehen zu werden.

Wir sind Menschen. Wir sind das Volk.

Warum wehren wir uns nicht?

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