18th Dezember 2005

Im Gedenken an 1989

posted in Nicht lustig |

Warum wehren wir uns nicht? Warum gehen wir nicht auf die Straßen? Tag für Tag, wie die Menschen damals in Leipzig. Und rufen unseren Bonzen zu: Wir sind das Volk.

Wir sind nicht nur da, um euch in eure Posten zu hieven. Wir haben es satt, von euch als Sozialschmarotzer beschimpft zu werden. Als Kostgänger der Steuerzahler. Wir haben es satt, dass man uns klar macht, dass die Alten zu lange leben und das Rentensystem belasten, das zu ändern ihr seit über dreißig Jahren nicht in der Lage ward. Unfähig, wie ihr seid.

Wir haben es satt, dass uns gepredigt wird, wir müssen Opfer bringen, und sich die Vorstände gleichzeitig die Gehälter erhöhen. Wir haben es satt, dass die Unternehmen Gewinne einfahren und im selben Augenblick ankündigen, Personal abzubauen.

Wir haben es satt, mit der Drohung der Verlagerung von Arbeitsplätzen gefügig gemacht und letztendlich doch vor die Tür gesetzt zu werden. Wir haben es satt, dass Unfähigkeit von Managern und Politiker mit dicken Abfindungen und Pensionen belohnt wird.

Wir haben es satt, nur noch als Produktionsfaktor angesehen zu werden.

Wir sind Menschen. Wir sind das Volk.

Warum wehren wir uns nicht?

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There is currently one response to “Im Gedenken an 1989”

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  1. 1 Gravatar On September 14th, 2006, Dwarsloeper said:

    Friede den Hütten, Krieg den Palästen…

    Nichts als der reine Zorn packt mich. Vier der fünf  Wirtschaftsweisen plädieren in einem Gutachten für  Kürzungen bei Hartz IV und den 400 Euro Jobs. Nur Herr Bofinger ist anderer Meinung. Wahrscheinlich gilt er den an…

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