Als sie ihn aus dem Bett zerrten, verlor er die Besinnung. Schock ähnlicher Zustand. Mit Entsetzen stellte er fest, dass man ihm Handschellen angelegt hatte. Gedanken schwirrten durch seinen Kopf. Wer sind diese Leute? Wo bringen sie mich hin? Er glaubte, sich übergeben zu müssen.
Plötzlich stoppte der Wagen. Man bedeutete ihm auszusteigen. Er versuchte in der Dunkelheit zu erkennen, wo er sich befand. Doch es war unmöglich. Sie führten ihn in ein großes Gebäude, eine Treppe hinauf in einen abgedunkelten Raum. Ein Tisch, ein Stuhl, auf den er geschubst wurde.
Zwei weitere Männer betraten das Zimmer. Zivilkleidung. Keine Uniformen. Der ältere von beiden fixierte ihn: "Sie wissen, warum sie hier sind?" Er schüttelte den Kopf. "Nein. Was ist passiert?" " Wir haben sie beobachtet, schon längere Zeit. Sie waren in unserem Visier, sozusagen. Sie und ihre "Freunde".
"Aber, was habe ich denn getan. Wessen habe ich mich schuldig gemacht?" "Tun sie nicht so, als wüssten sie's nicht. Sie waren im Trainingscamp. Wir wissen alles, einer ihrer Freunde hat bereits ausgepackt. Leugnen ist zwecklos. Wir haben Aufnahmen von ihnen. Beweise. Stichhaltige Beweise."
Er schluckte. Sein Hals war trocken. "Könnte ich ein Glas Wasser bekommen?" Der jüngere Mann fuhr ihn an. "Ein Glas Wasser? Sagen sie uns die Wahrheit. Dann werden wir darüber nachdenken. Sagen sie uns, wie ihr Anführer heißt. Nennen sie weitere Namen. "
Irritiert blickte er von einem zum anderen. "Wie, Anführer?" "Na, irgendjemand muss sie doch geschult haben. Nennen sie Namen. Es ist zu ihrem Besten."
Er sah ein, dass es keinen Zweck hatte zu leugnen und begann aufzuzählen:
Frings, Mertesacker, Kurany, Neuville, Kahn, Podolski, Schweinsteiger, Deisler, Klose, Klinsman…
Ein flüchtiges Lächeln huschte über das Gesicht des älteren Mannes: "Na also, es geht doch."

