Im Grunde genommen fällt mir im Moment zur politischen Situation in Deutschland nichts ein. Gut, oder auch nicht gut, wir bekommen eine große Koalition. Die Verhandlungen sind abgeschlossen. Jetzt müssen nur noch die Parteien "Amen" sagen. Am 22.11. wird dann der Kanzler, sorry, die Kanzlerin gewählt. Dann geht's los.
Frau Noch-nicht-Bundeskanzlerin sieht auch schon wieder recht entspannt aus. Ist es nicht schön? Wie nett alle Beteiligten miteinander umgehen. Man mag es kaum glauben. Jahrzehntelang nur ein Hauen und Stechen. Mit allem Möglichen die letzten 24 Jahre verplempert, und dabei sutsche piano das Land vor den Baum gefahren. Und nun das.
Ich zitiere N-TV vom 12.11.2005:
Herr Platzeck spricht angesichts der Probleme in Deutschland von "einer neuen Kultur des Miteinanders".
Welch eine Erkenntnis.Der Gegner wird also nicht mehr als solcher betrachtet. Friede, Freude, Eierkuchen. Frohlocken und zur Harfe singen. Luja, Himmelluja. Schließlich steht Weihnachten vor der Tür.
Platzeck weiter:
Das neue Bündnis solle dazu beitragen, dass die Menschen mehr Sicherheit bekommen. "Eine unserer Aufgaben ist klar: das wir mehr Selbstvertrauen und Zuversicht vermitteln müssen."
Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Aber gut, dass wir darüber ein stückweit gesprochen haben und wenigstens eine Aufgabe klar ist. Da werden sich die Bürger aber freuen.
Edmund hat zu guter Letzt auch noch was gestoibert, nämlich dieses hier:
Er wolle alles in seiner Macht Stehende tun, um diese Koalition zu stützen und eine starke CSU an deren Seite zu stellen. Stoiber wörtlich: "Ich wünsche Frau Merkel viel Erfolg."
Schöner hätte ich's nun auch nicht sagen können.
Danke, Edmund. Dasselbe wünsche ich uns allen auch.
See you later, Alligator.

