Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

In eigener Sache

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Verfolge mit Interesse die momentane "Bloggerschelte" durch die Medien und so genannten Fachleuten.

Es stellt sich die Frage: was treibt die Vorgenannten an? Angst? Wenn ja, vor wem? Das ganze erinnert mich stark an ein Plakat von Klaus Staeck aus den siebziger Jahren: "Deutsche Arbeiter. Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen."

Die Blogger als Pseudojournalisten zu bezeichnen ist ziemlich dürftig. Wenn ich mich in der Medienwelt umschaue, kommen mir das eine oder andere Mal Zweifel, ob diese Profis wirklich ihr Handwerk beherrschen, oder ob es ihnen nicht vor allem um die Einschalt- bzw. Lesequoten geht. Merke: nicht nur die Blogger schielen auf ihre Statistiken.

Kenntnisse im Umgang mit der deutschen Sprache? Schon Goethe sprach vom Land, wo die Zitronen blühen. Das war dichterische Freiheit. Höre und lese ich journalistische Texte, dreht sich mir oft der Magen um. Das Wörtchen "wo" wird an Stellen eingesetzt, an denen es absolut nichts zu suchen hat.

Und nicht nur bei Verona ehemals Feldbusch ist der Dativ dem Genetiv sein Tod.

Soviel zu dem Thema: wir sind die wahren Profis.

Was hier im Moment betrieben wird, weckt Erinnerungen an die Vorgehensweise der Modeindustrie. Da hatten Generationen junger Leute mühsam versucht, sich von den alten Säcken abzugrenzen. Auch dadurch, das sie ihren Körper mit Sicherheitsnadeln und Rasierklingen schmückten, nicht ohne ihren Hosen vorher mit den Letztgenannten entsprechend bearbeitet zu haben. Die Haare schrill gefärbt.

Dann kam die große "WaspassiertdannMaschine." Die Modemacher griffen die Ideen schnell auf. Heute laufen biedere Familienväter und vor allen Dingen -mütter gepierct, gefärbt und in nach Punkerart zu engen Hosen über den dicken Bäuchen durch die Gegend.

Soviel zum dem Thema: das muss doch zu kommerzialisieren sein.

Wenn das jedoch nicht möglich ist, oder noch nicht möglich ist, zeigt man eben mit dem Finger darauf und schreit: Iiiiih.

 

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