Der Dwarslöper

Am Anfang war die Flaschenpost. Skurrile Gedanken und Meinungen. Geschüttelt. Nicht gerührt.

Wahlschlappe

Oh welch ein Wehklagen. Die SPD hat die in NRW verloren. Wen wundert's?

Hat irgendwer ernsthaft was anderes erwartet? Und ehrlich gesagt: 39 Jahre sind genug. Zumindest dann, wenn wirklich nichts mehr gerissen wird.

Unser aller Kanzler ist mutig vor die Kameras getreten und hat verkündet, er wolle Neuwahlen. Nun werden Stimmen laut, dies' sei politischer Selbstmord.

Nee, Sterbehilfe. Noch ein Jahr lang diese Quälerei ist doch schier unmenschlich. Nix dreht, nix bewegt sich. Dann doch lieber kurz und bündig das Ende herbeiführen.

Mutig, Herr Schröder, mutig. Oder doch nur ein geschickter Schachzug? In der Hoffnung darauf, dass dieses Vorgehen Anerkennung findet. Nach dem Motto: "Guck doch mal, der Gerd. Das ist ja ein richtiger Staatsmann. Der will wirklich nur das Beste fürs Volk" Und die Wahl dann doch noch gewonnen wird.

Eine andere Variante wäre diese: Die Koalition gibt auf zugunsten der , die sich nun mit dem vorhandenen Scherbenhaufen rumschlagen kann. Geschickt, geschickt. Und dann mit dem Finger drauf zeigen und sagen: "Ätsch, die können's ja auch nicht."

Wie auch immer. Die Herren und Damen der Regierung fallen weich, falls sie fallen. Keiner muss Hartz IV beantragen. Da gibt es doch schöne Übergangsgelder und vieles, vieles mehr.

Und wie sieht’s mit der Freizeitgestaltung aus? Herr Schröder bastelt zu Weihnachten mit Doris und den Kindern Adventskalender für Hunde in Russland. Münte widmet sich der Parteibasis, schmiert sich noch ein wenig Kohlenstaub ins Gesicht und gibt den Kumpel. Volkstheater. Die Grünen besinnen sich auf ihre Wurzeln, tragen wieder Birkenstocksandalen und entwerfen neue Häkel- und Strickmuster für den Umweltschutz. Jürgen Trittin eröffnet einen Bio-Bauernhof mit angeschlossener Pension direkt neben einem Windpark auf Fehmarn. Renate Kühnast berät die Zigarettenindustrie, wie man ökologisch einwandfreie Glimmstimmel aus Raps herstellt.

Kleines dickes Fischer hat die Chance, sich endlich mal richtig um seine neue Nochnichtehefrau (?) zu kümmern, vier gescheiterte Ehen sind genug. Vielleicht klappts dann mit der fünften. Außerdem müsste er dringend mal wieder an einem Marathonlauf teilnehmen, um sich selbst zu finden.

Tja, da wäre ja noch der Hans. Ich glaube, den will keiner so richtig haben. Nichtmal die Wirtschaft. Nee, nicht die kleine Kneipe an der Ecke, in der man sich besaufen kann, wenn alles den Bach runtergeht. Ich meine die Unternehmen. Wenn doch, höchstens als Registrator im Kellergeschoss.

Zu Clement fällt mir nichts ein. Unser Superminister. Lebt der noch? Habe sowenig gehört von dem die letzte Zeit.

Eins ist auf jeden Fall sicher: nach der Wahl ist vor der Wahl.

In diesem Sinne: auf in den Kampf.

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